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  • Selbstfürsorge

    • Shalin
    • 8. September 2025 um 10:08
    • 269 Mal gelesen
    • 0 Antworten
    Was ist Selbstfürsorge? Hier in diesem Artikel beschäftigen wir uns mit Selbstfürsorge mit allem, was damit zusammenhängt.
    Lesezeit: 9 Minuten

    Was ist Selbstfürsorge

    Kurz gesagt ist es die Fähigkeit sich im positiven Sinne selbst um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern.

    Nur- Wir kennen es Alle:

    Wir sind müde, erschöpft, fühlen uns nicht gut.

    In unserer heutigen Gesellschaft wird leider erwartet, dass der Mensch trotzdem funktioniert und Leistung erbringt. Selbstfürsorge ist oft mit Egoismus gleich gesetzt.

    Arbeiten gehen, sich um die Kinder und den Haushalt kümmern, in einem Verein mitarbeiten, die Schwiegermutter pflegen etc. die Anforderungen an Jeden sind vielfältig.

    In der heutigen Gesellschaft- besonders der Arbeitswelt- sind die Belastungen, besonders psychischer Art, massiv gestiegen und auch vielfältiger geworden: Zeit- und Termindruck, Schichtarbeit, Akkordarbeit sind nur einige Beispiele.

    Doch was, wenn die Batterie leer ist?

    Wir eigentlich nicht mehr können und der innere Kritiker und das Pflichtbewusstsein uns weiter antreiben? Wir uns eigentlich über Leistung und Anerkennung im Außen orientieren?

    Selbstfürsorge ist nicht egoistisch! Es ist ein Lernprozess an dessen Ende unsere Gesundheit steht.

    Selbstfürsorge bedeutet z.B. einen freundlichen wohlmeinenden Umgang mit sich selbst und beinhaltet auch aktives Handeln, um die eigenen Bedürfnisse positiv zu befriedigen.

    Selbstfürsorge ist also die Fähigkeit seine Bedürfnisse zu befriedigen, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren- und ist für alle Menschen zur Vorbeugung wichtig. Wesentlich wichtiger im Sinne von Heilung und Vorbeugung ist dieses Können, wenn bereits Erkrankungen vorliegen.

    Geschichte der Selbstfürsorge

    Die Geschichte der Selbstfürsorge lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen- wobei dies bis zum 20.Jahrhundert der wohlhabenden Schicht vorbehalten war- so ist zum Beispiel das Spazierengehen eine Erfindung des Adels, da nur Angehörige dieser Klasse auch die Zeit dazu hatten. Erst später wurde dies auch für die Mittelschicht erreichbar. Auch heute noch ist Selbstfürsorge für die Meisten mit Kosten verbunden: z.B. Sportkleidung, gesündere Lebensmittel, soziale Teilhabe.

    Bei M. Foucault wird Selbstfürsorge als Form des freiheitlichen Selbstverständnisses beschrieben: sie ist eine Praxis bei der mittels Selbstreflexion die Fähigkeit zur „Selbstregierung“ im Sinne ethischen Verhaltens entwickelt wird.

    Die heutige Definition hingegen bezieht sich auf die Fähigkeit zu einer wertschätzenden Haltung sich selbst gegenüber und durch aktive Handlungen für sein eigenes geistiges und körperliches Wohl zu sorgen.

    Warum ist Selbstfürsorge wichtig

    Normalerweise sollte dieses lebenswichtige Können in der Kindheit gelernt werden. Indem wir als Kinder sehen, dass z.B. unsere Eltern mit sich selbst sorgsam umgehen- und natürlich auch mit uns. Ein Kind lernt durch die Erfahrungen, welche es in der Familie macht- doch leider ist es nur allzu oft so, dass schon ein Kind erfährt, es muss funktionieren und seine Bedürfnisse unterdrücken. Daraus resultiert mangelndes Selbstbewusstsein- der Glaubenssatz: ich bin es nicht wert, dass sich jemand kümmert.

    Die Folge ist, dass der Erwachsene seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen nicht kennt und respektiert- es sich selbst nicht wert ist. Somit immer wieder sich selbst überfordert, in der Hoffnung Anerkennung zu bekommen- oder auch als z.B. Traumafolge, sich selbst zu schaden.

    Die Folgen, wenn immer wieder die eigenen Bedürfnisse ignoriert und übergangen werden, sind stressbedingte Erkrankungen an Körper, Geist und Seele. Und subjektives Leiden- abhängig von Veranlagung und Geschichte, bei dem dann auch schwere Erkrankungen folgen können.

    Selbstfürsorge erlernen

    Vielen Menschen mangelt es an Fähigkeiten zur Selbstfürsorge- wenn der Tank am Auto leer ist, oder der Akku vom Smartphone, dann laden oder tanken wir doch auch auf. Seltsamerweise neigen viele Menschen dazu, ihre eigenen Energiespeicher zu übersehen und die individuellen Grenzen der Leistungsfähigkeit zu überschreiten.

    Weil sie aufgrund ihrer Geschichte nie die Chance hatten, zu lernen darauf zu achten- aufgrund Leistungsdrucks ihre Grenzen ignorieren oder aufgrund einer Erkrankung zeitweise nicht können.

    Wichtig für diese Fähigkeit ist ein unterstützendes soziales Umfeld und natürlich auch die Bereitschaft des Betroffenen, zu erkennen, wenn der Akku leer ist- die ehrliche Wahrnehmung von Stresssymptomen wie Schlafstörungen und Reizbarkeit. Ehrlich zu sich selbst zu sein und diese Probleme anzuerkennen.

    Zum Einen gibt es die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen- zum Anderen universelle Bedürfnisse, die uns allen eigen sind.

    Universell sind z.B. regelmäßiges Essen und Trinken. Sich dabei setzen und Zeit lassen- ob allein oder in Gesellschaft.

    Ein regelmäßiger Tagesablauf mit festen Abläufen- z.B. Schlafens- und Essenszeiten.

    Auch das Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist universell.

    Schwieriger herauszufinden sind die individuellen Bedürfnisse- zu erkennen, welche Bedürfnisse und Grenzen bestehen- die Frage: Was möchte ich wirklich selbst und was sind die Erwartungen Anderer?

    Ehrlich hinterfragen, was ich mit welcher Motivation mache- was gibt mir Energie und was raubt mir diese. Was führt mich zu meinem eigenen Ziel, was kann ich für mich selbst tun.

    Die wichtigste Selbstfürsorge ist, sich selbst freundlich zu begegnen, sich zu loben und sich selbst auch mal „Danke“ sagen- auch für kleine Dinge. Die eigenen Stärken und Schwächen respektieren und seine Ressourcen zu kennen.

    Unterscheiden kann man hier grob zwischen inneren und äußeren Ressourcen:

    Innere Ressourcen: persönliche Fähigkeiten und Erfahrungen, eigene positive Überzeugungen, die Fähigkeit zur Selbstbestätigung und Probleme zu meistern, Kreativität und positive Erinnerungen

    Äussere Ressourcen: Familie, Freunde, Bekannte- also soziale Unterstützung, Hobbies, ein guter Arbeitsplatz, soziale Absicherung z.B. durch Wohnraum sowie Möglichkeiten zur befriedigenden Freizeitgestaltung

    Ein Erlernen und auch Beibehalten von Selbstfürsorge bedarf- so wie alles im Leben- ein gewisses Maß an Übung und somit auch Disziplin und die Bereitschaft dazu:

    Bewusst eine Außzeit zu nehmen und sich vom Alltag ablenken:

    - Spazierengehen- vielleicht kombiniert mit einer Gehmeditation

    - Hobbies frönen

    - Auf das Innere hören-z.B. ein Tagebuch schreiben.

    - Regelmäßiges Schlafen und Essen

    Die Fähigkeit zur Selbstfürsorge stärkt auch unser Selbstbewusstsein- indem uns bewusst wird, dass wir uns selbst um unsere Bedürfnisse kümmern können und aktiv Einfluss auf unser Leben und Wohlbefinden nehmen können.

    Selbstfürsorge in der Therapie

    Therapie an sich ist bereits eine Form der Selbstfürsorge- die Einsicht, Hilfe zu benötigen und sich auch die Zeit dafür zu nehmen. Vielen Patienten- gerade mit Traumafolgen – mangelt es an der Fähigkeit, sich ausreichend um ihre eigenen Bedürfnisse zu kümmern.

    Die Ursachen liegen darin, dass entweder diese Fähigkeit gar nicht erst erlernt werden konnte oder diese aufgrund eines traumatischen Erleben vorübergehend nicht abrufbar ist.

    Als Folge traumatischer Erfahrungen in der Kindheit und Jugend kann es zu Entwicklungsstörungen kommen, welche verhindern, dass der Patient eine Beziehung und Wahrnehmung zu sich selbst, dem Körper und Gefühlen entwickelt- diese zum Selbstschutz um das Trauma zu überleben- entkoppelt hat. Oder sogar Folgestörungen entwickelt z.B. Dissoziationen oder Depersonalisation.

    In der Folge kommt es zu einer verzerrten Wahrnehmung von Körper und Gefühlen, die es erschwert die eigenen Bedürfnisse und Grenzen erkennen und benennen zu können – und sich adäquat darum zu kümmern.

    Aus diesem Grund ist das Erlernen von Fähigkeiten zur Selbstfürsorge ein wichtiger Bestandteil der Traumatherapie, um die Beziehung zum eigenen Selbst zu finden und zu stärken.

    Hierzu gehören im Wesentlichen:

    -Achtsamkeitsübungen- um ein Abdriften in altes Erleben zu verhindern/ stoppen und die zu den eigenen Anteilen zu stärken. Atemtechniken, Meditationen, Farben und Gegenstände benennen

    - Körperarbeit- um das Empfinden des eigenen Körpers zu fördern

    -soziale Kontakte und Hobbies- stärken die eigene Aktivität und fördern das Wohlbefinden

    Selbstfürsorge stärkt das Selbstbewusstsein, verbessert die Lebensqualität und unterstützt bei den Herausforderungen einer Therapie.

    Doch warum ist es oft so schwierig Selbstfürsorge zu erlernen und anzuwenden? Oft liegt der Mangel an dieser Fähigkeit darin, dass Patienten diese nie Erlernen konnten. Nie Erleben konnten, dass sich jemand fürsorglich um sie kümmert. Nie verinnerlichen konnten, dass sie es wert sind. Die Folge sind tiefsitzende negative Glaubenssätze.

    - Ich bin es nicht wert…

    - Niemand sieht mich…

    Daraus resultiert einerseits ein Nichtkönnen und andererseits auch ein gewisses Nichtwollen- sich selbst dafür bestrafen, was Andere nicht getan haben. Aus diesem Grund gehört zu Selbstfürsorge auch die Fähigkeit zu Verzeihen:

    Ich verzeihe mir, was Du getan hast.

    Der Schlüssel zu einem selbstbestimmten und zufriedenen Leben ist die Achtsamkeit- im Moment zu sein, sich auf das Hier und Jetzt und sich selbst zu konzentrieren.

    Die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, (wahr!)zunehmen, zu respektieren und danach zu handeln.

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