Kennt ihr schwarz / weiß Denken?

There are 21 replies in this Thread which was already clicked 2,175 times. The last Post () by Emma52.

  • Nur zu gut.


    Bei mir gab es das lange Zeit nur. Mit den Jahren habe ich auch Zwischenstufen gelernt.


    Aber oft ist es schwarz oder weiss.


    Bin dann sehr extrem bzw. Radikal in meinen Entscheidungen

    :smiley712:


    „Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte. Ich wollte das Dasein auskosten. Ich wollte das Mark des Lebens einsaugen! Und alles fortwerfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag Innezuwerden, dass ich nie gelebt hatte.“

    Henry David Thoreau (1817-1862)

    :smiley764:

  • Absolut. Entweder ist etwas super toll oder ich hasse es. Es ist schwer Dinge mittelmäßig zu finden.


    Ich habe in Beziehungen irgendwie auch die Vorstellung, dass wenn mir etwas am anderen nicht gefällt, muss ich es akzeptieren oder Schluss machen. Ich lerne gerade, dass man Dinge, die einen stören auch ansprechen darf und Änderung vom anderen verlangen darf.

    Mein Therapeut sagt dann immer „Jetzt reden sie doch nicht immer gleich vom Schluss machen!“ . Ich muss lernen über Dinge zu sprechen, die mich stören und an der Beziehung zu arbeiten.

  • Ich kenne auch es auch. Auch wenn, es mir lange gar nicht bewusst war. Bin gerade dabei, es zu akzeptieren, dass ich eine extreme Färbung in der Einschätzung von Situationen habe. Das schwarz-weiß denken hat mich jedoch immer gehemmt in meiner Handlungsfähigkeit für mich einzustehen, da ich mir oft (meist) nicht sicher bin, welche Ansicht ( meine oder die der anderen) nun gut (richtig oder falsch) ist. Soweit man von richtig und falsch sprechen kann. Im Zweifel gehe ich immer über mich drüber und versuche den anderen makellos, also weiß zu sehen. Das erübrigt die Frage welche Farbe ich dann habe.

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • manchmal würd ich mir etwas Schwarz-Weiß-Denken für mich wünschen, mir erscheinen die Dinge meist gleichermaßen schwarz und weiß und alles was dazwischen liegt. Die meisten Dinge scheinen mir dieselbe Gültigkeit zu besitzen wie auch ihr Gegenteil und ich bin dann unfähig, Entscheidungen zu treffen oder Standpunkte zu beziehen.

  • Ich kann mir gut vorstellen, da ich es nicht anders kenne, die Alternative nicht sehen kann.

    Wie kann man einem Blinden Farben erklären?

    Seit dem ich zurückschauen kann, gibt es bei mir immer nur das eine, oder das andere.

    Was ist schon normal. Was ist Grau. Was gibt es dazwischen. ?


    Entweder finde ich etwas gut, oder scheiße.

    Entweder bin ich glücklich, oder nicht.

    Entweder liebe ich, oder hasse.

    Entweder positive Gedanken, oder negative.


    ...und jetzt fällt mir doch etwas ein/auf, dass mir Grau erscheint. Mein "Leben".

  • Ist bei mir auch ausgeprägt... ich habe den Eindruck es gibt mir Sicherheit und ich brauche diese Orientierung.

    Menschen kategorisiere ich leider auch eanach ein. Sie sind entweder für mich oder gegen mich. Und dann kommt dieses enorme Vernichtungsgefühl es lässt mich nicht mehr los und veranlasst mich leider auch oft zu völlig unangemessene Verhalten.

    Ich kann dann sogar sagen meine rationale Person wird von der emotionalen ausgeknipst.

    Kennt ihr das?

  • Ist bei mir auch ausgeprägt... ich habe den Eindruck es gibt mir Sicherheit und ich brauche diese Orientierung.

    das mit der Sicherheit und der Orientierung ist genau das, weswegen ich mir manchmal etwas Schwarz-Weiß-Denken für mich wünschen würde, es fast schon herbeisehne aber es bleibt trotzdem alles voller Zwischentöne und manchmal hab ich das Gefühl, Schwarz und Weiß tauchen bei mir gar nicht auf und ich kenne nur Zwischentöne und Grauabstufungen.

  • Ist bei mir auch ausgeprägt... ich habe den Eindruck es gibt mir Sicherheit und ich brauche diese Orientierung.

    Menschen kategorisiere ich leider auch eanach ein. Sie sind entweder für mich oder gegen mich. Und dann kommt dieses enorme Vernichtungsgefühl es lässt mich nicht mehr los und veranlasst mich leider auch oft zu völlig unangemessene Verhalten.

    Ich kann dann sogar sagen meine rationale Person wird von der emotionalen ausgeknipst.

    Kennt ihr das?

    Ich bin dann auch nur noch emotional 😥 das vernichtungsgefühl im Hintergrund hat sich erst die letzten Jahre gezeigt.

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Das klingt für mich ungemein schwerer sich nicht festzulegen als sich fest zu legen. Ich meine worüber definierst du dich dann? Und fällt es dir schwer weil du noch nicht alle Seiten abgewägt hast oder weil du Angst hast vor dem Urteil anderer?

    ja genau, das alles... :rolleyes:

    und je länger ich abwäge, desto schlimmer wird es. Das Problem mit dem Definieren, diese Identitätslosigkeit, ist einer meiner schmerzhaftesten Punkte, da ist ein großes Nichts, ich finde einfach keinen Halt, keine Orientierung, keine Ziele, häng total in der Luft. Ich kann mich ja nichtmal einem Geschlecht fest zuordnen und wenn ich denn mal glaube, etwas gefunden zu haben (egal ob Freund:innen, Partner:innen Gruppen, Hobbys, Interssen), dann hält das ein paar Wochen, vielleicht auch mal ein halbes Jahr aber dann ist es wieder vorbei.

    Der Nickname ist Programm :biggrins:

  • Fällt mir nix ein Maila-Lou 🙈 es so ausgeprägt und wenn ich die Seite wechsle dann setzt Schuld oder Schamgefühl und zuletzt Selbsthass über die Unfähigkeit ein 😢 einen festen Standpunkt einzunehmen.

    Immerhin bemerke ich es jetzt.

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

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