Kennt ihr das auch, Angst vor dem verlassen werden?

There are 14 replies in this Thread which was already clicked 2,186 times. The last Post () by Maila-Lou.

  • Ja ich kenne diese Angst zu gut! Sie sitzt ganz tief in mir und ich muss oft kämpfen, dass die Gefühle in mir nicht Amok laufen und mich lähmen.


    Es ist schon viel besser geworden, aber zu Beginn meiner "Psycho-Karriere" war ich da ganz extrem. Zum Beispiel: meine erste Psychiaterin - sie war so toll und ich war immer neidisch, wenn meine Sitzung vorbei war und sie den nächsten Klienten hatte. Ich war dann so eifersüchtig.


    Oder Freundschaften: ich habe immer Angst, dass ich verlassen werde. Dann total alleine bin. Mich keiner mag und gerne hat. Diese Urangst ist in mir. Weil meine Eltern mich verlassen haben, vernachlässigt haben.

    :smiley712:


    „Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte. Ich wollte das Dasein auskosten. Ich wollte das Mark des Lebens einsaugen! Und alles fortwerfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag Innezuwerden, dass ich nie gelebt hatte.“

    Henry David Thoreau (1817-1862)

    :smiley764:

  • ich kenne das

    verlustangst ist schlimm

    besonders wenns um bezugspersonen geht

    ich hab auch ständig angst dass ein helfer sagt er hilft nimmer oder so

    sind schon einige helfer mit der zeit weggefallen und ich trauere denen immernoch hinterher

    <3

    ...ich bin wo anders um bei mir zu sein und ich bin manchmal anders um ich zu sein...

    :smileypink401: :gruppentherapie: :smileypink401:

    © by

    Maila-Lou

  • Ich hab auch ne riesen Verlustsangst. Angst das meine Liebste mich verlässt. Aber ich weiß das ich keine Sorge haben muss aber sie kommt einfach hoch und ist immer wieder mal präsent.

    Angst auch das mich mein Sohn irgendwann von mir abwendet und mich nicht mehr sehen will.

    ***Sunny on Bord*** :smiley401:


    Triff kleine Entscheidungen mit dem Kopf

    und große Entscheidungen mit dem Herzen


    Erkenne deinen eigenen Zauber

    In dir steckt so viel mehr als du denkst

  • Diese Angst ist bei mir nicht so präsent. Dennoch kommen hin und wieder Phasen wo ich doch etwas Sorge zB habe vor dem Tod meiner Mutter. Sie hat immer mehr wehwehchen, von daher auch nicht ganz unbegründet.

    Bei Freundschaften ist die Angst fast gar nicht da. Habe mich im späten Jugendalter selbst von einer Freundin distanziert die mir nicht gut tat. War ein sehr schwieriger Schritt, weil ich sonst auch einfach niemanden hatte, aber es war ein guter und wichtiger Schritt für mich.

    Mittlerweile habe ich insgesamt die Einstellung ,dass das Leben wie eine Zugfahrt ist. Menschen kommen und gehen. Manche bleiben länger, manche kürzer.

  • ich hab das gefühl immer ganz arg, wenn helfer in den urlaub gehen

    dann krieg ich panik weil sie nicht erreichbar sind und ich mich allein gelassen fühle.....

    es ist schon besser geworden aber für einige innen besonders die kleinen ist das schwer aushaltbar

    <3

    ...ich bin wo anders um bei mir zu sein und ich bin manchmal anders um ich zu sein...

    :smileypink401: :gruppentherapie: :smileypink401:

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    Maila-Lou

  • Ich verstehe erst jetzt das meine Verhaltensweisen schon immer auf diese Angst vor dem Verlassensein begründet sind. Das war mir die letzten ca. 52 Jahre überhaupt nicht bewusst. 🙈 :loch:

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Mir ist auch bewusst geworden, dass ich die Bezuehung beende, aus falschen Gedanken. V.a. in der schwere der Depression, weil ich da alles in Frage stelle.


    Mir ist auch bewusst geworden, dass ich die Bezuehung beende, aus falschen Gedanken. V.a. in der schwere der Depression, weil ich da alles in Frage stelle.

    Ich weiß nicht ob es falsche Gedanken gibt, es gibt bestimmt vorschnelle Impulse beim Handeln. Ich warte immer eher zu lange und lass mich viel zu lange verletzen bis ich endlich eine Entscheidung treffen kann. Die allerdings dann unter absoluter Angst als ginge es um mein Leben. :smiley3983:

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Ich kenne es von mir, dass ich nicht direkt Angst deswegen verspüre aber schnell mit Wut reagiere wenn ich das Gefühl hab, dass ich "verlassen werde".

    Also wenn für mich wichtige Bezugspersonen sich weniger melden, weil sie zB mit sich selbst beschäftigt sind oder einfach aktuell keine Kapazitäten für mich haben, dann nehme ich das persönlich, werde wütend (mittlerweile lebe ich diese Wut aber - Gott sei dank - nicht mehr aus) und fange den Kreislauf des Herabsetzten an. Als ich Anfang 20 war, drehte ich da noch regelmäßig am Rad deswegen, wurde biestig, reagierte mit offen gezeigter Wut und forderte unnötige Konflikte aus. Heutzutage bin ich eher am grübeln und grollen, zeige es aber meinen Mitmenschen nicht direkt. Viel eher versuche ich die Gefühle abzuspalten und nicht wahrzunehmen - was natürlich ne Palette an anderen Problemen auslöst ^^"


    Ich denke schon, dass es überwiegend in dieser Urangst begründet liegt verlassen zu werden. Nicht weil ich Angst hab vor dem alleine sein - das halte ich eigentlich erstaunlich gut aus, bin es halt schon gewohnt. Nur das "Verlassen werden" und somit bestätigt bekommen, dass man in irgendeiner Art und Weise nicht "ausreichend war". Das ist das richtig Schlimme für mich.

  • ich kenne das auch mit dem wütend sein wenn jemand geht und man verlassn wird....

    ich war sehr viele jahre stinkig auf eine person aus meinem helferkreis die halt umgezogen ist und ich genau wusste ich sehe diese person niemals wieder

    die hat mich einfach allein gelassen

    <3

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    Maila-Lou

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