Zurück in die Vergangenheit

Suizidankündigungen, Methodendiskussion zum Thema Suizid und Selbstverletzung sind verboten!

There are 5 replies in this Thread which was already clicked 944 times. The last Post () by ShrillBreeze168.

  • Manchmal nein eigentlich mittlerweile immer öfters wünsche ich mich zurück in die Vergangenheit ... in die Vergangenheit wo ich frei war, ohne Verpflichtungen, ohne Zukunftsängste gelebt habe ... enfach nur den Moment gelebt habe.


    Ich weiß selbst das diese Zeit eigentlich eine der mit der selbstschädigsten war durch zuviel Alkohol, Drogen und Medikamenten und

    oder körperlichen Auseinandersetzungen mal ganz abgesehen von den zwischenmenschlichen Aktionen für Geld.


    Es ist trotzdem so, dass ich immer öfters zurück denke und wünschte ich wäre wieder in der Zeit in der ich 13 und 14 war.

    Die Zeit von damals hat zwar ihr eigenes schmerzhaftes Ende und wie ich Grad die Buchstabenfolge tippe habe ich auch wieder die Bilder davon in meinem Kopf und es laufen die salzigen Wasserkugeln die Wange herab.


    Die Zeit mit meiner besten und einzigste Freundin und war die freieste. Nichts konnte uns aufhalten, wir haben alles, wirklich alles zusammen gemacht ... nichts konnte uns trennen außer ihrer Überdosis Heroin, der Notarzt und meinen anschließenden Klinikaufenthalt zum Entzug und der Anpassung an ein normales Leben.


    Warum wünsche ich mich dann immer öfters zurück?

    Ich habe eine tolle Familie, heute eine Bewerbung abgegeben und auch einige Freunde.

    Ich müsste doch eigentlich im JETZT leben und mich nicht die Vergangenheit zurück wünschen auch in Hinsicht der Erfahrungen die ich bisher gemacht hab.


    Es ist so ... meine Gedanken wollen raus und vielleicht hilft es mir, dass ich es geschrieben habe.

  • Es ruft Mal lauter, es ruft Mal leiser und manchmal sogar nur geflüstert.


    Habe mal das Ding mit der Selbstreflektion probiert wieder und wieder ... Erkenntnis - genauso schlau wie vorher wobei ich den Grund in der Vergangenheit gesucht habe und nicht im Jetzt.


    Mein Jetzt ist schön, aber langweilig.

    Langweilig im Sinne weil immer das Gleiche.

    Es ist gut so .... Konstanten sind sehr gut, sie helfen mir sehr.

    Es ist trotzdem langweilig, zerrissen und verzerrt, so leer und ohne richtige Erfüllung.

    Kein Hochgefühl der Glücksempfindung eher so das ein Schatten über mir fliegt.


    Es kommt und geht dieses Gefühl ... dieser Wunsch und kommt in immer kürzer werden Abständen und bleibt jedes mal ein wenig länger.

  • Es kommt und geht dieses Gefühl ... dieser Wunsch und kommt in immer kürzer werden Abständen und bleibt jedes mal ein wenig länger.


    Es tut mir leid, dass du deinen Alltag zwar schön, aber langweilig empfindest. Muttersein fordert ungemein. Oft hat man das Gefühl, dass man macht, schafft ... weil man meint, dass man nichts davon hat. Doch der Samen den du in deine Kinder legst, zeigt sich erst in Jahren. Doch sei dir sicher, sie saugen alles auf wie ein Schwamm, auch wenn dies im Alltag nicht gleich bemerkbar ist. Ich merke jetzt erst durch meinen Enkel, wie sehr der Schwamm aktiv ist. Du bist so wichtig!!!! Du hast Leben geschenkt und darfst mitgestalten, wie sich das Leben in deinen Kindern zeigt. Bist du in Therapie? Hast du Unterstützung?

    von Herzen Hope2022

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Ich habe heut einige Zeit darüber nachgedacht, was ich fühle, was ich versuche zu zeigen oder zu vermitteln und was mir fehlt.

    Und Hope dein Beitrag hat auch zu weiteren Stunden des Gedankenkreisens geführt


    Ich muss sagen ich liebe meine Kids überalles, auch wenn sie mich die meiste Zeit fordern und manchmal auch komplett überfordern.

    Ich genieße die Zeit mit ihnen, zumindest den Hauptteil, abgezogen die Bockzeiten, wo ich echt wegrennen könnte um mich nicht anstecken zu lassen.


    Ich versuche ihnen ein gutes Vorbild zu sein. Nur die pure reine Erfüllung von Mutter zu sein ist nicht da. Es fühlt sich gut an ja aber nicht ausfüllend ... irgendetwas fehlt, es fühlt sich wie ein Loch an was immer größer wird.


    Was mir heut aufgefallen ist, dass mir Freiraum fehlt, die Leichtigkeit ... dieses Gefühl von wenn du ein Kind bist und vor einer Dosenpyramide stehst und einfach einige aus den unteren Etagen heraus ziehst, ohne zu denken ...


    Unterstützung ... ich könnte mit meinem Mann reden, nur schaff ich das nicht wirklich bei ihm. Will ihn auch nicht weiter belasten mit meinem Kopfchaos.

    Und nein mach keine Therapie, meine letzte hab ich vor 5 Jahren abgebrochen

  • Liebe Shadow-of-myself , ich kann dich sehr gut verstehen, diese Zeit als meine zwei Kinder noch klein waren, haben mich ganz gefordert. Nun da sie erwachsen sind (24 und 29) begreife ich die Gefühle die ich damals hatte. Das Ding ist, wenn wir Kinder haben, werden wir unbewusst in unsere eigene Kinderzeit auf Gefühlsebene zurück versetzt. Wollen alles oder vieles anders machen, als wir selbst erfahren haben. Das gelingt uns mal mehr, mal weniger.

    Ich finde es super, dass du erkannt hast, dass du mehr Freiheit und Leichtigkeit brauchst. Nimm dir unbedingt diese Zeit. Denn du bist zwar Mutter, jedoch bist du soviel mehr. In dir drin sind noch die Kleine, die Abenteuerin, die Stille, die Laute … Mutter Sein ist nur ein Teil von dir, die anderen Teile wollen auch Beachtung und mal an die frische Luft. Du schaffst das! Und eine Begleitung, muss ja nicht gleich Therapie sein, kann dich super unterstützen. Das entlastet, du belastest dadurch deinen Mann nicht, falls das dein Gefühl sein sollte und bekommst Ermutigung für die anderen Anteile.

    Denk an dich und ein fettes :kraftpaket:

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Bevor ich hier eventuell etwas wieder aufrühre, was gerade nicht "kocht", die Frage: Ist das noch aktuell? Möchtest Du noch Kommentare dazu?

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!