Thema Nähe und Distanz

There are 33 replies in this Thread which was already clicked 1,603 times. The last Post () by Maila-Lou.

  • Hallo heute möchte ich gerne mal wissen, wie es bei euch mit Nähe und Distanz aussieht

    Gibt es Nähe und Distanzprobleme? wie äussern sie sich bei dir? Wie gehst du damit um? wie geht dein Umfeld damit um? Welche Verhaltensweisen kommen da ans Tageslicht?

    Was macht Probleme, wo ist es einfacher wo ist es schwerer in Welchen Situationen oder bei welchen zwischenmenschlichen Kontakten?


    hier darf gerne reflektiert werden :)

    <3

    ...ich bin wo anders um bei mir zu sein und ich bin manchmal anders um ich zu sein...

    :smileypink401: :gruppentherapie: :smileypink401:

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    Maila-Lou

  • Ich habe es erst vor 2 Jahren realisiert, dass ich da ein massives Problem damit habe. Wusste früher nicht an was es lag, dass ich mich in Gesellschaft immer extrem einsam fühle, oder gleich immer erschöpft. Nie dazu gehörig usw. Jetzt weiß ich, weshalb ich dann immer so viel Erholung danach gebraucht habe.

    Ich muss das erst noch besser lernen, mich nicht ständig zu überfordern wie all die Jahre. Auf mein Gefühl achten, wenn es mir zu viel an Nähe wird. Nicht immer aushalten, bis gar nichts mehr geht. Und ich muss lernen, aktiv die Distanz zu überwinden, nicht darauf zu warten, dass die anderen auf mich zukommen. Selbst aktiv werden, dass ist die größte Herausforderung.

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Ich habe damit auch Probleme.

    Ich denke, dass ich einerseits Personen idealisiere und dann ganz mit ihnen verschmelzen möchte. Ich möchte immer bei dem anderen sein, wenn es ein Beziehungspartner ist, dann halte ich es kaum aus, wenn ich ihm nicht auch körperlich Nah sein kann. Ich will dann schon auch am liebsten alles zusammen machen und seine Interessen und alles in mir aufsaugen.

    Ich denke auch, dass ich durchaus Grenzen überschreite. So z.B. Flirtereien mit einem Verheirateten Arbeitskollegen, dem ich mich schon sehr aufgedrängt habe. Im Nachhinein schäme ich mich sehr dafür.


    Zugleich ist es für mich aber auch sehr anstrengend anderen Nahe zu sein. Also auch emotionale Nähe zuzulassen. Ich brauche eigentlich auch viele Freiräume, gestehe mir diese aber selbst kaum zu, aus Angst den anderen zu verlieren.


    Bei meinem Ex-Freund mit dem ich eine langjährige Beziehung hatte und der auch sehr nähebedürftig war, bin ich manchmal ausgeflippt, wenn er mich umarmt hat und hab ihn angebrüllt, dass er mich nicht anfassen soll.

  • Ich hab gelernt es zu akzeptieren wenn ich meine Distanz brauche nehme ich sie mir, wer mich wirklich mag/liebt wird es verstehen das ich jetzt mein Abstand brauche, und die Nähe hahaha ja die ist dann natürlich für mein Umfeld verwirrend sogar für mich aber es ist schön finde die Zeit der Nähe ist schöner als wenn man Distanz braucht und will. Mein Mann kennt mich besser als ich mich selbst er weiß wie ich ticke er findet es immer schade das er sich mir anpassen muss finde ich auch schade aber ich kann das ja nicht steuern.

  • Nähe lasse ich bei meinen helfern zu

    und vielleicht bei 1 oder 2 die ich noch sonst mag

    wenns ein konflikt gibt gehe icih sofort auf distanz

    auch so halte ich mich auf distanz immer wieder, nähe ist irgndwie gruselig und ich will mir die personen aussuchen können und keine nähe aufgedrängt kriegen von andern

    ich hab schon ein nähe und distanzproblem aber ich finde es nicht schädlich nur macht micht das manchmal traurig dass ich oft bei falschen leuten nähe etwas zugelassen habe und dann mich wie vom donner gerüht sofort sehr distanzieren musste weil ich merkte dass mir die person nicht gut tut

    <3

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    Maila-Lou

  • ich merke grad dass mir die nähe zu einer kollegin die ich hatte nicht fehlt

    seit sie in die klinik ging war s auch so als ist sie mir für nicht existent, aber jetzt ist sie zurück und präsent, und ich möchte gerne diese distanz aufrecherhalten oder os ähnlich und nicht in ein neähe problem kommen wieder.... diesmal muss ich da gut für ich sorgen

    <3

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    Maila-Lou

  • ich habe die letzten 2 jahre gelernt dass man sich nicht zu schnell zu eng auf personen einschießen sollte

    das geht dann meistens schief

    ich werde es jetzt langsam angehen lassen was beziehungen zu andern menschen angeht, da bin ich sehr vorsichtig geworden

    <3

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    Maila-Lou

  • ich taäusche mich oft in menschen oder eher gesagt zwischenmenschlichen beziehungen

    irgendwie ziehe ich so "vampire" magisch an

    ich hatte schon viele bekanntschaften, die mir alle meine energie genommen haben weil sie so viel aufmerksamkeit gebraucht haben....

    meist sind bekanntschaften immer sehr schnell sehr eng.... und das geht dann meist nie gut weils dann einseitig wird oft und man mich dann ausnimmt wie ne weihnachtsgans....

    deshalb gehe ich jetzt eher mehr auf distanz und warte öfter mal misstrauisch ab.... oder bremse mich selbst etwas aus dass es nicht sofort so eng wird....

    <3

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    Maila-Lou

  • manchmal ist es auch einfach gut, menschen nicht so sehr an sich ran zu lassen

    bei andern wiederrum tut es mir gut wenn die beziehung nicht ganz so oberflächlich ist aber das ist eher selten der fall

    <3

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    Maila-Lou

  • momentan bin ich eher auf distanz auf allen linien....

    damit fahre ich erstmal gut weil ich dann weniger hab um das ich mich kümmern muss

    aber es macht halt auch einsam a uf dauer....

    <3

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    Maila-Lou

  • Im Moment bleibe ich lieber allem fern, versuche möglichen Kontakten aus dem Weg zu gehen wo ich nur kann. Schon der Gedanke an die Tagesklinik lässt mich Amok laufen. :panic: Kann die Anspannung im Kontakt einfach nicht aushalten.

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Schon der Gedanke an die Tagesklinik lässt mich Amok laufen. :panic:

    du Hope2022 ich war schon öfter in der Tagesklinik und ich kann nur gutes berichten mir tat es tatsächlich gut. Und nein wir sind nicht nur rum gesessen hatten Ergo, Gruppe (8pro Gruppe) Einzelgespräche mit Psychologe, usw. Und toll ist am Abend ist man Zuhause in seinen eigenen vier Wänden. Und es zwingt dich ja auch keiner zu bleiben wenn du merkst das wäre absolut nix für dich....

    Mag dich ermutigen es vielleicht doch mal in Erwägung zu ziehen...

  • Schon der Gedanke an die Tagesklinik lässt mich Amok laufen. :panic:

    du Hope2022

    Mag dich ermutigen es vielleicht doch mal in Erwägung zu ziehen...

    Das ist echt lieb von dir. Habe halt mega Angst, kann zurzeit mich einfach nicht auf ein Gespräch und schon gar nicht auf mehrere Gespräche konzentrieren. Eine Stunde erschöpft mich so sehr, dass ich 2 Tage totalen Rückzug brauche. Habe massive wortfindungsstörungen und das verunsichert mich noch mehr Kontakt . Außerdem schäme ich mich total krank zu sein und es als Heilpraktikerin für Psychotherapie nicht gebacken zu kriegen. So Angst dass mich irgendwer erkennt, mich anspricht und ich von außen auch noch beschämt werde. Hier in die Klinik zu gehen, wäre für mich wie nackt durch die Stadt zu laufen. Den Druck und die Anspannung halt ich net aus🙈 Hab ja so schon Angst vor allem und jedem.

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Ich hab mich zur Zeit auch ziemlich abgekapselt. Ich halte mir so gut wie alle auf Abstand. Ich meide die TS weil ich keine Lust auf gewisse Leute (sehr dominante) hab. Das ich das nicht tu macht mich gerade ziemlich einsam da ich so wenig Kontakt ins außen hab. Den einzig relativ stabilen Kontakt hab ich momentan mit meiner Betreuerin und mit meiner Therapeutin und wenn sich meldet die zuständige für die TS. Ich fühl mich unter Leuten nicht wohl und alleine fühl ich mich einsam. Einfach total doof

  • Ich hab mich zur Zeit auch ziemlich abgekapselt. Ich halte mir so gut wie alle auf Abstand. Ich meide die TS weil ich keine Lust auf gewisse Leute (sehr dominante) hab. Das ich das nicht tu macht mich gerade ziemlich einsam da ich so wenig Kontakt ins außen hab. Den einzig relativ stabilen Kontakt hab ich momentan mit meiner Betreuerin und mit meiner Therapeutin und wenn sich meldet die zuständige für die TS. Ich fühl mich unter Leuten nicht wohl und alleine fühl ich mich einsam. Einfach total doof

    Ja so gehts mir auch unter Leuten völlig angespannt und ängstlich und allein meist einsam 😢

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Ich hab auch Schwierigkeiten im Bezug auf Nähe und Distanz. Ich selbst habe immer eine Schutzmauer um mich herum, die, je nachdem wie es mir geht, mal dicker und mal weniger dick ist. Je schlechter es mir geht, desto mehr kapsel ich mich ab und desto mehr misstraue ich anderen Menschen auch. Leider arbeite ich momentan auch in einem Team, das sehr wertend ist. Das triggert leider auch mein Misstrauen. Ich habe ständig das Gefühl, dass ich mich verstecken muss und nicht zeigen darf, wie es mir wirklich geht.

    Damit mir keiner zu nahe kommt, gehe ich auch ständig zu anderen Ärzten und in andere Notaufnahmen, gebe nur sehr partiell Dinge über mich preis. Gleichzeitig habe ich aber große Probleme, Grenzen zu setzen und manchmal kommt es trotzdem vor, dass es einer schafft meine Grenzen einzureißen. Fühle mich insgesamt anderen Menschen völlig hilflos ausgeliefert und habe immer das Gefühl, dass andere mit mir machen können was sie wollen. Musste deswegen letztens einen Typen loswerden, der mich (treffend wie Marie-Lou beschreibt "ausgenommen hat wie eine Weihnachtsgans"), was extrem schwierig war.

    Das Abkapseln und misstrauisch sein geht sogar so weit, dass ich seit sieben Monaten einen Mann treffe, dem ich körperlich auch nahe komme. Aber noch immer sprechen wir uns nicht beim Namen an (wir haben letzte Woche das erste Mal darüber geredet, mit welchen Namen uns andere Menschen ansprechen) und reden auch kaum über Persönliches. Es ist ein bisschen tiefer geworden, weil ich ihm letzte Woche beichten musste, dass ich meinen Körper zum ersten Mal seit acht Jahren nicht mehr unversehrt lassen konnte. :| Und habe mich tausendmal dafür entschuldigt, dass ich ihm das erzählt habe. Überraschenderweise fand er das richtig gut, dass ich ihm das gesagt habe und wir haben dann zum ersten Mal seit sieben Monaten(!) über unsere Familien geredet. Aber in die gegenseitigen Freundeskreise einweihen, das geht immernoch nicht.

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