Nach SVV, was würdet ihr euch wünschen, wie eure Helfer reagieren?

Suizidankündigungen, Methodendiskussion zum Thema Suizid und Selbstverletzung sind verboten!

There are 20 replies in this Thread which was already clicked 1,018 times. The last Post () by Shalin.

  • Hallo ihr lieben,


    ich wollte euch mal was fragen.


    Wenn ihr euch selbst verletzt habt, und eure Helfer (Betreuer, Psychiater, Therapeutin etc.) bekommen es mit, wie sollten sie eurer Meinung nach darauf reagieren, was würdet ihr euch wünschen?


    Bei mir kam es am Donnerstag nach fast 12 Monaten zum SVV.

    Meine Betreuerin war gestern da.

    Ich lief im T Shirt rum wie sonst auch.


    Ich finde, sie hat nicht so gut reagiert.

    Sie meinte dazu: Muster am Arm, als ich mich dann geschämt habe, meinte sie, das wäre ja mein Arm und meine Schmerzen und nicht ihre.

    Und ich hatte das Gefühl, dass sie das geärgert hat.

    Fand ich alles irgendwie nicht so toll.


    Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, was ich mir wünsche, wie sie hätte reagieren sollen bin ich auch ratlos.


    Auf der DBT Station gehen die sehr professionell damit um.


    Wie seht ihr das?


    Liebe Grüße,

    Shalin :)

  • Also ich hatte die Situation vor nicht all zu langer Zeit, dass ich meiner Therapeutin/Ärztin/ Betreuerin erklären musste das es zu SVV kam. Ich muss sagen, dass alle 3 relativ gut reagiert haben. meine Betreuerin fuhr mit mir ins KH und war aber auch etwas damit überfordert (aber keine Vorwürfe oder abwertende Bemerkungen) bei nächsten Psychiater Termin fragte sie mich und ich sagte ja kam vor darauf sagte sie nur sie wissen was ich jetzt sagen will aber gar nicht vorwurfsvoll (Naja sie sagt immer ich soll doch meine Handwerkszeug nutzen) und meine Therapeutin erwartet dass ich in diesem Fall ein VA schreibe die wir dann besprechen um zu schauen was los war. Mein HA kann damit gar nicht umgehen und würde mich immer gerne gleich in die Klinik schicken und bei ihm finde ich sehr schlimm diese blöden abfälligen Bemerkungen vorallem wenns ums versorgen geht.


    Mir geht es da wie dir Shalin mir ist das mega unangenehm und ich schäme mich dafür. Dennoch möchte ich zumindest den 3en offen gegenüber sein und dazu stehen.


    Was ich allerdings wirklich erwarte hmm vieleicht Verständnis und auf jeden Fall keine abwertende Kommentare zumindest nicht von Fachpersonal. Ich meine ich mach das ja nicht weil ich Langeweile habe und ich Spaß und Freude daran habe.


    Das deine Betreuerin so doof reagiert hat finde ich nicht sehr toll, vorallem den Kommentar finde ich sehr fehl am Platze. Meine Findet das auch nicht toll aber hat bis jetzt nie sowas vom Stapel gelassen. Und du warst so lange ohne wow kannst trotzdem stolz auf dich sein


    Die Erfahrung das auf DBT Stationen besser mit umgegangen wird hab ich auch gemacht. Allerdings erwarte ich auch von so einer Station, dass sie damit professionell umgehen, weil wenn nicht dort wo dann?!

  • Hey biene,


    dann haben die bei dir ja gut reagiert.

    Alle anderen reagieren bei mir auch gut, nur meine Betreuerin, das war gestern echt doof und ich fühlte mich so scheiße. Wäre am liebsten im Erdboden versunken.

    Muster, echt mal.

    Ich hätte es verstecken sollen, aber ich laufe Zuhause immer im T Shirt rum und gestern halt auch. Ich hätte das nicht tun sollen. Sie meinte auch, ich hätte alles dafür getan, es soweit kommen zu lassen, stimmt auch irgendwie, aber es war so vorwurfsvoll.


    Würde sie am liebsten Dienstag nicht reinlassen, weil ich mich so schlecht fühle und dem aus dem Weg gehen würde.


    Naja.

  • bei mir wurde immer gut reagiert, aber das thema lief bei mir meist eh anders ab als normal... kann das hier aber nicht ausführen

    jedenfalls, gabs auch zeiten in der klinik da mussten wir pro schicht der bezugspflege bis zu 5 mal in die notaufnahme....

    mir wurden nie vorwürfe gemacht, die sind einfach super gut damit umgegangen

    ich hab mich auch immer ernst genommen gefühlt von meinen helfern.

    <3

    ...ich bin wo anders um bei mir zu sein und ich bin manchmal anders um ich zu sein...

    :smileypink401: :gruppentherapie: :smileypink401:

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    Maila-Lou

  • Auf der DBT Station gehen die sehr professionell damit um.

    Mich würde interessieren, wie gehen sie auf der DBT Station damit um, falls Du erzählen magst.


    Meine Ärztin hat am Mittwoch gut reagiert. Sie hat sich das ganze angeschaut, mir Tipps gegeben und dann haben wir uns angeschaut, wie es soweit kommen konnte und was ich anders machen könnte, damit ich sowas nicht tun muss.


    Wie deine Betreuerin reagiert hat: tja ich glaube sie war nicht verärgert, sondern hilflos. Was hättest du dir denn von ihr gewünscht, was sie hätte tun sollen?

    :smiley712:


    „Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte. Ich wollte das Dasein auskosten. Ich wollte das Mark des Lebens einsaugen! Und alles fortwerfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag Innezuwerden, dass ich nie gelebt hatte.“

    Henry David Thoreau (1817-1862)

    :smiley764:

  • ich hab übrigens auch nur 1 mal ne VA schreiben müssen :D

    weil das bei uns gar nicht ging weil dann immer wer anders vorne war ^^

    aber ich habs auch ohne ja ganz gut geschafft

    <3

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    Maila-Lou

  • Ich finde si locker dahergesagte Sachen szch daneben. Irgendwie klingt es als hätte sue es thematisieren wollen und so ins Thema einsteigen ohne eben auf die mimimi schiene uu kommen

    Aber besonders geschickt waren uhre Worte wohl echt nicht. Das schreit direkt nach euner provokativen Antwort.

    Therapeuten konnten bei mir unterschiedlich damit umgehen.... Am wenigsten kamen normale Ärzte klar.

  • das stimmt die normalen ärzte die das dann eventuell versorgen müssen die reagieren sehr unbeholfen oft sehr wütend und wollen dann so nummern abziehen wie versorgung ohne betäubung und so

    das find ich ja der oberhammer

    <3

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    Maila-Lou

  • das stimmt die normalen ärzte die das dann eventuell versorgen müssen die reagieren sehr unbeholfen oft sehr wütend und wollen dann so nummern abziehen wie versorgung ohne betäubung und so

    das find ich ja der oberhammer


    Oh ja das versorgen ohne Betäubung kenn ich zu gut. Sowas wie brauchen wir ja eigentlich keine viel mehr wie das tuts au net weh..das war ein ganz anderer Zustand! Ich hab mich tatsächlich mal bei der Klinikleitung deshalb beschwert.

  • das stimmt die normalen ärzte die das dann eventuell versorgen müssen die reagieren sehr unbeholfen oft sehr wütend und wollen dann so nummern abziehen wie versorgung ohne betäubung und so

    das find ich ja der oberhammer


    Oh ja das versorgen ohne Betäubung kenn ich zu gut. Sowas wie brauchen wir ja eigentlich keine viel mehr wie das tuts au net weh..das war ein ganz anderer Zustand! Ich hab mich tatsächlich mal bei der Klinikleitung deshalb beschwert.

    Das ist eine Schande ‼️

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • ich habe das leider sehr oft erlebt

    und war froh dass immer eine betreuung dabei war oder bezugspflege oder so die dann für gesorgt haben dass wir keine asi behandlung bekamen

    <3

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    Maila-Lou

  • Da ich die Tage gleich zweimal den Fall hatte muss ich sagen es ist gar nicht so stabil wie die Leute reagieren.

    Die Betreuerin hat ziemlich gut reagiert. Auf der Fahrt ins KH fragte sie nach dem Grund, wie es jetzt gerade ist etc. Es war mir sehr sehr unangenehm darüber zu sprechen. In der Klinik 1.mal Pfleger kurz gefragt keine abwertende Bemerkung oder so aber erst mal fett alkoholische Desinfektionsmittel drüber gekippt. Puh ich hätte ihm am liebsten eine mitgegeben.. die Ärztin versuchte mir zu sagen dass es bessere Alternativen gäbe etc aber freundlich. Beim 2. mal Pfleger Kh freundlich ohne groß iwas einfach weiter zur Ärztin geschickt durch Zufall die selbe die zwar nicht unfreundlich war aber schon etwas anders. Zu meinem HA ging die Betreuerin mit und siehe da er kann auch ohne dumme Kommentare auskommen!

    Mein Mann weiß von all dem noch nichts und ich weiß auch gar nicht ob und wenn wie ich ihm es sagen soll!

    Ich weiß vom letzten mal das er ziemlich enttäuscht war das ich mit ihm nicht geredet habe.

    Mir selbst fällt es mega schwer darüber zu sprechen oder es richtig versorgen zu lassen. Ich merk dass ich im KH wenn ich da hingeschleppt werde einfach nur funktioniere und weg dissoziiere und einfach nicht mehr anwesend bin.

    Ich bin einerseits froh darüber dass die Betreuerin so reagiert und eben auf Behandlung besteht aber es machts mir eben auch schwer.

    Meine Therapeutin war diesmal alles andere als begeistert das es 2mal in nicht mal einer Woche war. Sie möchte gerne einen Vertrag haben worin auch die Konsequenzen eines solchen Verhaltens vereinbart werden. Ich kann dass einerseits nachvollziehen dass sie das nicht einfach so hinnehmen will andererseits überleg ich mir was das SVV angeht, ich mit so einem Vertrag im "Ernstfall" offen und ehrlich zu ihr sein kann.....

    Hmm gar nicht so einfach

  • Zum Thema Versorgung ohne Betäubung: Wird beim Tackern eigentlich auch betäubt oder nicht? Ich hab nämlich keine bekommen. Fand das jetzt nicht schlimm, weil ich auch noch nicht aus dem Zustand raus war und das gut aushalten konnte und auch unter Zeitdruck stand, aber jetzt frage ich mich schon ob da ein Behandlungsfehler vorlag.


    Anti-SVV-Verträge und andere Sanktionen finde ich irgendwie schwierig. Vielleicht liegt es auch an den Gründen, wieso man das macht, aber in meinem Fall ist SVV immer das kleinste Übel. Wenn ich zu lange unter extremer Anspannung stehe und nicht von allein da rauskomme, werde ich immer unbewusster und irgendwann wird es richtig gefährlich. Finde es viel besser, wenn man dann eher guckt, wie man auf andere Weise den Zustand zu beenden kann, sodass man nicht zu Schaden kommt. Natürlich setzt das eine gewisse Offenheit voraus, dass man sich Hilfe sucht und alles probiert, wenn man überfordert ist und nicht weiterkommt UND dass man dann an jemanden gerät, der einen da auch ernst nimmt und nicht gegen die Wand fährt. Und außerdem ist ja auch jeder Fehlschlag eine Chance, zu schauen, was schief gelaufen ist und wo man etwas hätte besser machen können bzw wo man sich noch besser einspielen muss.


    Wertende Kommentare oder bedrängende Konversationen finde ich im Übrigen immer schwierig.

  • Bei mir ist das kein Thema mehr. Wie ich mir wünsche, dass die Helfer reagieren soll hat sich auch geändert.


    Lange half ein Vertrag nichts ich konnte ihn schon gar nicht abschliessen. Irgendwann stimmte es für mich und es half mir. Die Abstände wie lange der Vertrag gültig ist wurden immer länger unter dessen habe ich einen unbefristeten Vertrag. Im Vertrag steht aber, dass ich den Vertrag wieder auf befristet ändern kann wenn es mich zu sehr unter Druck setzt.

    Aber irgendwie ist der Vertrag kein Thema mehr und es ist auch klar dass ich micht mehr verletze. Dies war aber ein Prozess, ich kann jetzt in Situationen wo ich mich verletzt hätte mich mitteilen. Ich kann dann sagen jetzt ist der Punkt wo ich mich früher verletzt hätte. Mir hilft das dann auszusprechen, dass jetzt so eine Situation ist.


    Die Suizidgedanken sind noch stärker aber auch da kann ich mich mitteilen. Die Gedanken haben völlig platz in der Therapie. Für mich wird aber immer klarer, dass es für mich keine Lösung. Manchmal bin ich etwas traurig darüber weil es mir auch Sicheheit gab diese Lösung zu haben. Meist bin ich aber froh ist es kein begehbarer Weg für mich mehr.


    Auch beginne ich meinen Körper besser zu versorgen. Gehe genug früh bei Beschwerden zu den Ärzten auch wenn das sehr schwer ist.


    Die Essstörung hab ich noch nicht ganz im Griff und das ist ja auch selbstschädigend. Es wurde viel besser aber noch bin ich da noch nicht so weit sie ganz loszulassen. Aber alles auf einmal muss ja auch nicht sein. Hauptsache es wird besser.


    Ich bin froh wenn meine Helfer mir da kein Druck machen sondern mir helfen die Folgen möglichst klein zu halten.


    Wie auch beim Handwaschzwang, die Hausärztin sagte mir nicht, dass ich meine Hände weniger waschen soll. Sie sagte wenn ich es momentan nicht schaffe sie weniger zu waschen soll ich die und die Seife nehmen und so und so pflegen. Ihr Verständnis für die Situation aber doch klare lösungsorientierte Vorschläge halfen mir. Es wurde wieder viel besser.


    Zuviel drauf eingehen hilft mir nicht und ich möchte auch nicht betütelt werden. Aber Lösungsvorschläge wie man die Folgen möglichst klein halten kann hilft mir.

  • Zum Thema Versorgung ohne Betäubung: Wird beim Tackern eigentlich auch betäubt oder nicht? Ich hab nämlich keine bekommen. Fand das jetzt nicht schlimm, weil ich auch noch nicht aus dem Zustand raus war und das gut aushalten konnte und auch unter Zeitdruck stand, aber jetzt frage ich mich schon ob da ein Behandlungsfehler vorlag.


    Ob das ein Behandlundsfehler ist/war weiß ich nicht. Aber ich weiß dass es bei mir in der Uniklinik betäubt wurde bevor es getackert wurde.

  • Zum Thema Versorgung ohne Betäubung: Wird beim Tackern eigentlich auch betäubt oder nicht? Ich hab nämlich keine bekommen. Fand das jetzt nicht schlimm, weil ich auch noch nicht aus dem Zustand raus war und das gut aushalten konnte und auch unter Zeitdruck stand, aber jetzt frage ich mich schon ob da ein Behandlungsfehler vorlag.


    Ob das ein Behandlundsfehler ist/war weiß ich nicht. Aber ich weiß dass es bei mir in der Uniklinik betäubt wurde bevor es getackert wurde.

    Nähen einer Wunde mit 7 Stichen ohne Betäubung rechtfertigt Schmerzensgeld von 6.000&nbsp;EUR
    Wird bei einem Patienten eine Wunde mit sieben Stichen ohne örtliche Betäubung genäht, liegt ein grober Verstoß gegen die ärztliche Kunst vor. Erleidet der…
    www.kostenlose-urteile.de


    Gerade gefunden. Die Beweislast liegt zwar beim Patienten, aber die Behandler müssen die Lokalanästhesie auch dokumentieren, was in so einem Fall ja nicht erfolgt ist. :D Gut, ich fand den Arzt nett und würde ihn deswegen nicht verklagen, aber grundsätzlich finde ich das schon gut zu wissen. ^^

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