Wie stellt ihr euch ein Leben ohne Borderline vor?

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  • Mir selbst zu vertrauen und mich sicher fühlen.

    Anderen zu vertrauen

    Fröhlich zu sein

    Ohne Dauer Anspannung zu leben

    Ziele haben

    Wünsche mir erlauben

    Freude daran, das ich lebe

    Ich lieg zwar am Boden ... habe aber dadurch einen grandiosen Blick auf den Himmel ... :lballon:

  • Ich kanns mir gar nicht mehr ohne vorstellen, weil es oft so viel Raum einnimmt. Ich weiß aber noch wie es war, wo ich noch nicht krank war. Ich war leistungsfähig, konnte arbeiten gehen, konnte mir was leisten, war gut drauf, hatte Spaß am leben, wollte nicht andauernd sterben! Und so weiter.

  • Irgendwie kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen, weil es mich seit 18 Jahren begleitet.

    Ich wäre auf jeden Fall in der Lage einer Arbeit nachzugehen, vielleicht in meinem erlernten Beruf, hätte vielleicht Kinder und joa.

  • Ich hab es schon so lange dass ich manchmal denke das gehört wie Kleidung und trinken zu meinem Leben. Allerdings gab es immer wieder auch Jahre dazwischen wo ich Symptomfrei war und ich empfand es als leicht. Fühlte mich ausgeglichen Anspannung die gut händelbar war und ich konnte arbeiten gehen. Mein Job hat mir soviel Spaß gemacht und die Kinder gaben mir "soviel" zurück und ich konnte fühlen was Kollegen erst viel viel Später wahrnehmen konnten.

    Heute wünsche ich mir wieder mal ein Leben mitohne zu führen und es zu schaffen wieder Stundenweise arbeiten zu können. Ich hab immer wieder die Hoffnung das so ein bisschen Arbeit mir auch gewisse Stabilität gibt-Gefühl zu was nützlich zu sein. Aber noch muss ich erst mal mit mir klar kommen

  • Ein Leben in dem ich nicht einsam bin. Einen Mann an meiner Seite, mit dem ich glücklich bin. Freunde in meinem Leben, die mich nicht meiden, weil ich sie zutiefst verletzt oder weg gestoßen habe.

    Weiter in meinem Beruf arbeiten zu können, ohne dass er mich total auffrisst.

    Mir nicht jeden Tag darüber Gedanken machen zu müssen, wie es mir geht und ob ich Skills anwenden muss, um nicht auszuticken.


    Andererseits denke ich mir aber auch, wenn ich nicht krank wäre, würde mir gar nicht bewusst sein, dass es mir so gut geht. Jetzt ist jeder Tag oder jeder noch so kleine Moment, an dem ich mich gut und ausgeglichen oder sogar glücklich fühle so bombastisch und gewaltig für mich. Das wäre etwas, was ich nicht missen möchte.

    Außerdem bin ich mir sicher, dass ich durch meine Defizite in meiner Kindheit, die mich krank gemacht haben, dazu beigetragen haben, dass ich meiner Tochter das Gefühl von Geborgenheit und ein unumstößliches Urvertrauen mitgeben konnte. Sie ist stark, selbständig und stolz auf sich selber. Sie weiß, dass meine Liebe zu ihr durch nichts, was sie tut jemals erlischt. Und ihr genau das mit zu geben, war mir so wahnsinnig wichtig, weil ich das alles nie erfahren durfte.

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