Mit Borderline arbeiten – wie du beruflich deinen Weg findest

  • Shalin hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Zitat
    In diesem Artikel geht es darum, wie wir trotz einer Borderline Diagnose wieder Schritt für Schritt in ein stabiles und gesundes Arbeitsleben zurückfinden können
  • Für mich zur Zeit ganz schwierig eigentlich bin ich bei der Stadt Dortmund als Erzieherin angestellt.

    Leider ist das viel zu anstrengend für mich, ich habe 6 Stunden pro Tag in einem sozialen Brennpunkt gearbeitet.

    Leider komme ich aufgrund meiner Erkrankung in Teams nicht zurecht, ich werde immer nur rumgeschickt etc.

    Nun wurde bei der Reha ein Gutachten dahingehend geschrieben, dass uch als Erzieherin ungeeignet bin.

    Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben von der RV wurde auch bewilligt.

    Die Stadt Dortmund ist nun verpflichtet, aufgrund meines GBD, mir einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu bieten.

    Die Stadt Dortmund hat mich daraufhin zum eigenen Betriebsarzt geschickt,der hat mich 5 Minuten begutachtet. Anschließend hatte ich das Gutachten im Briefkasten, indem stand,dass ich eigentlich nichts machen darf, keine eigene Entscheidungsfindung kein Brief-oder Telefonkontakt mit Bürgern etc

    Jetzt sagt die Stadt Dortmund natürlich sie haben nichts für mich...

    Jetzt warte ich was passiert, die Schwerbehindertenvertretung versucht noch irgendetwas für mich zu erreichen.

    Naja,lange Rede kurzer Sinn :( Durch meine Symptome bin ich deutlich eingeschränkt ,ich bin nicht belastbar, ich komme mit vielen Menschen nicht zurecht, bei Stress dissoziiere ich,Konzentration ist mies.

    Dementsprechend kann ich perspektivisch etwas "anspruchsloses" machen,z.B Poststelle,leichter Bürojob oä

    Ich konnte aufgrund von Borderline halt auch nie vernünftig arbeiten, ich arbeite erst seit 8 Jahren.

    Früher konnte ich mich gar nicht unterordnen, sobald mir jemand "blöd kam" habe ich gekündigt.

    Ich war an 7 Schulen ,4 Ausbildungen(eine abgebrochen)unendlich viele Jobs....mega unstetig alles

    Sorry für den langen Text:( Aber irgendwie ging es nicht kürzer8|

    Jeder muss echt individuell seinen Weg finden

  • Ich arbeite auf Grund meiner Erkrankungen selbst als behinderter Mensch in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Nur arbeitsverkürzt von 4 Stunden täglich. Da ich auch körperlich chronisch krank bin, fehle ich oft mehrere Wochen. Was auch nicht unbedingt stabilisiert. Im Gegenteil wenn ich es denn dann wieder schaffe arbeiten zu kommen, steigt die Anspannung und steigen die Ängste ins unermessliche. Und das geht seit 2011 so. Keine Stabilität. Leider. Das einzigste Positive, ich werde auf Grund der Fehlzeiten nicht gekündigt.

    :meyou:

  • Bei mir ist es ein bisschen absurd, ich bin Gruppenleiterin in einer Tagesstätte für schwerstmehrfachbehinderte und geistig behinderte Erwachsene. Ich war aufgrund einer körperlichen Erkrankung über eineinhalb Jahre zu Hause und bin derzeit in der stufenweisen Wiedereingliederung.
    Eigentlich gehöre ich auf die andere Seite...aber funktionieren geht bei mir irgendwie immer (solange der Körper mitgespielt hat) Die Maske nach außen sitzt irgendwie, ich mache meine Arbeit auch gut, und ich habe auch eine große Liebe für die Menschen, für die ich da zuständig bin. Aber gut tut es mir nicht.

  • Die Stadt Dortmund ist nun verpflichtet, aufgrund meines GBD, mir einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu bieten.

    Hast du auch das Angebot einer Umschulung bekommen?

  • Ich antworte hier mal drauf als "psychisch erkrankter Mensch" und nicht als "jemand mit der Diagnose Borderline" und ich hoffe, das ist auch okay.

    Muss sagen, dass ich eher das gegengesetzte Problem habe. Strukturen, gefordert werden, gefördert werden...all diese Dinge brauche ich, um stabil zu bleiben.Im Regelfall mache ich auch nie länger als 2 Wochen Urlaub am Stück, weil ich schon gefühlt nach einer Woche "psychisch abbaue", sofern ich den Urlaub daheim verbringe.

    Allerdings habe ich eine ganze Weile gebraucht, um zu verstehen, wo meine Ressourcen liegen. Kundenkontakt und viele Menschen um mich herum tut mir im Berufsleben nicht gut, weil ich allgemein eher selten unter vielen unterschiedlichen Menschen bin. Das ist oft dann auch eine ziemliche Reizüberflutung und das packe ich auf Dauer nicht. Stilles Arbeiten, wo man sich extrem konzentrieren muss - damit komme ich gut zurecht und seit April 2023 arbeite ich auch in solchen Bereichen und seit dem komme ich sehr gut zurecht.

    Gab auch schon Fachpersonal, die mich dauerhaft arbeitsunfähig schreiben wollten, aber dagegen habe ich mich mit Händen und Füßen gewehrt.

  • Socke ich sollte eine Umschulung bekommen, die Rentenversicherung würde sogar eine Umschulung bezahlen, aber der Betriebsarzt hat das Gutachten dahingehend formuliert, dass ich keine Umschulung machen darf,sondern nach 1 Jahr neu begutachtet werde und dann wird neu entschieden.

    Liebe Grüße ^^

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!