• Shalin hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Shalin
    2. Oktober 2025 um 07:19

    Zitat
    In diesem Artikel möchten wir über Stigmatisierung aufklären und die Folgen von Stigmatisierung betrachten.
  • Vielen Dank für diesen tollen Artikel.

    Das Thema Selbst-Stigmatisierung ist bei mir häufig präsent, ich habe wiederkehrende Ängste darüber, dass ich andere manipuliere oder ich meine Probleme dramatisiere. Kann ich natürlich beides nicht 100% ausschließen, aber falls dem nicht so wäre hindert es mich unnötig daran über mein Leid zu sprechen. Ich wünschte ich hätte nach der Diagnose einfach nie danach gegoogelt...

    alles im stetigen wandel, der alltägliche wahnsinn - ich lasse mich fallen in mein inneres chaos - hier bin ich zuhause, das ist mein leben

  • Ja space dem kann ich mich ganz und gar anschließen, einschließlich dem Googeln. Allerdings habe ich auch tatsächlich von einer Therapeutin eine klare Absage erhalten, mit dem Wortlaut, mir sei nicht mehr zu helfen. . Meine damalige Psychiaterin meinte ich solle sie der Ärztekammer melden.. Hätte ich mal machen sollen, wäre sicherlich ein mega Schritt auf meinem Therapieweg gewesen.

    :blüte: Auch mit kleinen Schritten, kann man einmal die Welt umrunden, aber mit dem Fahrrad geht es schneller. 🚴‍♀️Trau dir ruhig große Distanzen zu :blüte:

  • von einer Therapeutin eine klare Absage erhalten, mit dem Wortlaut, mir sei nicht mehr zu helfen. .

    Unfassbar solche Aussagen von Therapeuten! Das erschreckt mich immer wieder.
    Die "richtige" Formulierung wäre gewesen: "ICH kann Ihnen nicht mehr helfen." . Das wäre wenigstens ehrlich gewesen, samt Verweis an einen anderen Thera, wo es evtl. besser passt.
    Aber doch bitte nicht immer so pauschal, als ob der Patient/Klient (in dem Fall) "hoffnungslos verloren" wäre....

    Liebe Grüße
    Jörg

  • Hope2022 das ist ja unglaublich... wie kann man als Therapeut so etwas nur sagen? Mag mir gar nicht vorstellen wie du dich dabei gefühlt haben musst :(

    alles im stetigen wandel, der alltägliche wahnsinn - ich lasse mich fallen in mein inneres chaos - hier bin ich zuhause, das ist mein leben

  • Aber doch bitte nicht immer so pauschal, als ob der Patient/Klient (in dem Fall) "hoffnungslos verloren" wäre....

    Ja genau, ich war damals eh massiv instabil und hatte erst kurz zuvor die Borderline Diagnose in der Klinik bekommen.

    :blüte: Auch mit kleinen Schritten, kann man einmal die Welt umrunden, aber mit dem Fahrrad geht es schneller. 🚴‍♀️Trau dir ruhig große Distanzen zu :blüte:

  • Mag mir gar nicht vorstellen wie du dich dabei gefühlt haben musst :(

    Ich hab mich gefühlt, als das man mir nicht mehr helfen kann. Meine Psychiaterin hatte mächtig zu tun, dass ich nicht komplett aufgebe, mich aufgebe. Zum Glück bekam ich dann überraschend schnell bei einer sehr erfahrenen Therapeutin einen Termin. Da war ich auch dann von 2019-2024

    :blüte: Auch mit kleinen Schritten, kann man einmal die Welt umrunden, aber mit dem Fahrrad geht es schneller. 🚴‍♀️Trau dir ruhig große Distanzen zu :blüte:

  • Ich habe oft den Eindruck, manche Therapeuten/innen wissen überhaupt nicht, was sie alleine mit Worten alles anrichten können.
    Da können in 5 Minuten Dinge in einem Menschen zerstört werden, die vorher mühevoll evtl. über Jahre aufgebaut wurden.

    Und wenn solche Aussagen sogar gleich am Anfang (also direkt nach einer Diagnosestellung) getroffen werden, ist das für mich noch unfassbarer.
    Es ist gut, dass nicht jeder Therapeut auch auf alle PS zugelassen bzw. spezialisiert ist.

    So macht es z.B. ein Großcousin von mir in Ost-Deutschland, der ebenfalls als Psychotherapeut tätig ist und mit dem ich mich vor Jahren mal über das Thema BPS etc. unterhalten habe:
    Da er sich selber nicht auf BPS spezialisiert hat, weist er entsprechende Klienten zwar nicht grundsätzlich ab, sagt aber von vornherein dass das nicht SEIN Kernthema ist und vermittelt direkt möglichst an einen Kollegen bzw. eine Kollegin im Nahbereich, die/der speziell auf Borderline fokussiert ist.
    Das ist allemal besser und ehrlicher, als den Menschen mit "Ihnen kann niemand mehr helfen" gleich nach Hause zu schicken.

    Wenn man da als Therapeut nicht zu 100% im Thema ist, kann man da mehr zerstören als "retten". Auch ein somatischer Arzt führt schließlich keine Herz-OP durch, wenn er Orthopäde, Gynäkologe oder Endokrinologe ist. Dafür gibt es ja schließlich die verschiedenen Fachbereiche. Aber niemand von denen würde wohl einem Patienten "Fachbereich-übergreifend" an den Kopf werfen "da kann man nichts mehr machen!", sondern eher an einen Fachkollegen verweisen. Ein Onkologe wird kaum Diagnosen über Herzklappen-Fehler stellen und umgekehrt ein Kardiologe wohl kaum Tipps zur Krebs-Therapie oder Diagnostik geben.

    Warum können das manche Therapeuten nicht genauso handhaben? . Burnout ist nun mal nicht dasselbe wie eine PS wie Borderline etc..

    Liebe Grüße
    Jörg

  • Hope2022 das ist ja unglaublich... wie kann man als Therapeut so etwas nur sagen? Mag mir gar nicht vorstellen wie du dich dabei gefühlt haben musst :(

    So schlimm wie es ist: ich habe mir noch ganz andere Dinge anhören müssen- bis hin zur offenen Bezichtigung der Lüge und der Androhung des Behandlungsabbruch.

    Ich habe vor meinen Recherchen nie gedacht, dass dieses Problem tatsächlich so weit verbreitet ist.

    Sicher, Therapeuten sind auch "nur" Menschen- aber warum studieren die einen Beruf, wo es ganz viel um Akzeptanz und Wohlwollen geht, um dann schwer kranke Leute in Schubladen zu packen🫩

    Bei mir war es so, dass Therapeuten mit mir überfordert waren- und anstatt sich das einzugestehen und Konsequenzen zu ziehen, wurde versucht, mich ihrem fachlichen "Können" anzupassen.

    Und wenn meine Probleme nicht in deren Bild gepasst haben🤷 na dann hat der Patient halt übertrieben und gelogen...

    Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden!

    R.Luxemburg

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