Suizidgedanken: Erste Hilfe und Unterstützung finden

  • Shalin hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Shalin
    18. Januar 2026 um 05:16

    Zitat
    Suizidgedanken bei Borderline sind keine Seltenheit und ein klares Warnsignal für seelische Überlastung – hier erfährst du, was du in einer akuten Krise tun kannst und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.
  • Suizidgedanken sind für mich ein ständiger Begleiter. Wenn es nur Gedanken sind, die ich ziehen lassen kann, dann geht es bei mir ganz gut, wenn ich mir diese Gedanken erlaube zu haben.

    Es hilft mir momentan meine Situation zu ertragen, in dem ich mir erlaube diese zur Not nicht mehr ertragen zu müssen. Dies sei wohl eine etwas "gefährliche" Sichtweise (so meiner Therapeutin), aber auch ein Gedanke, der beruhigen kann. Hier das Pendel nicht so leicht in Richtung Handlung kippen zu lassen ist ein Thema meiner Therapie, wenn sie denn weiter geht und die Kasse sie genehmigt.,

    Wenn der Handlungsdruck dann größer wird, dann wende ich Stresstolleranzskills an und gleichzeitig versuche ich mit jemanden zu sprechen, weil das eigentlich am besten hilft sich abzulenken. Oder ich gehe raus um mich abzulenken.

    Wenn ich schon zu sehr wegdissoziiert bin, dann wäre es wünschenswert, wenn ich den Krisendienst etc anrufen würde, was mir bisher aber sehr selten gelungen ist. In dieser Situation kann ich selbst das Risiko nicht mehr einschätzen und es wäre gut, wenn ich jemanden anrufen, der auch zur Not den RTW und Polizei ruft (hier also entweder die zwei Vertrauenspersonen von mir oder der Kriesendienst oder das Nachtcafe, da diese die Nummer an die Polizei weitergeben- bisher hatte ich solche Situationen immer Nachts).

    Oder es gibt die Situation, wie ich sie zum Jahreswechsel hatte, dass ich aus der Dissoziation zu mir komme und nicht mehr genau weiß, was ich alles wie gemacht habe. Da habe ich dann auch den Krisendienst angerufen und etwas mit ihnen geredet und gesagt, dass ich nicht genau weiß, was ich geschluckt habe. Die sind dann längere Zeit mit mir am Telefon geblieben, bis klar war, dass ich Hilfe brauche. Ich bin dann eineinhalb Tage später auf der Intensiv aufgewacht.

    Ich kann, wenn es Richtung letzter Punkt kommt nicht mehr selbst einschätzten, was ich brauch etc. Welche Erfahrungen habe ihr und wie schafft ihr es euch selbst gut einzuschätzen?

    Ich habe jetzt diese Woche noch einen Termin um einen neuen Krisenplan zu erstellen. Ist ja immer schon mal gut was schriftliches zu haben.

    Ach ja, was mir noch hilft, sind Versprechen sich nichts anzutun. Ich hatte es immer ein wenig belächelt, aber es hilft mir schon irgendwie weiter.

    Ich würde mich freuen ein paar neue Dinge von euch zu hören. Ich probiere viele Dinge aus und durchdenke sie für mich.

    Der Mensch kann viel ertragen, wenn er Hoffnung hat.

    Also halte sie fest und lasse sie niemals mehr los.

    :rainboweinhorn:

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