Invalidierung bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Bedeutung, Auswirkungen und Rolle in der DBT

  • Shalin hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Zitat
    Was bedeutet Invalidierung bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung und warum spielt sie in der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) eine so zentrale Rolle?
  • Toller Artikel.

    Ich denke gerade ja wieder sehr über DBT nach, um die Schwierigkeiten rauszuarbeiten und auch für mich rauszufinden, was ich selbst da brauche. Was Invalidierung und Beschämung bei mir auslösen, und worauf das bei mit gründet. Und welche Behandlung und Umgangsweise da für mich wirklich therapeutisch wäre.

    Ein Itachi erreicht Stellen, da kommt Schokolade gar nicht hin.

    Inside our Dream, I keep you safe.

    (- all by Haru)

  • Gerade DBT führte bei mir zu einem Gefühl der Invalidierung durch die Therapie.

    Da es immer um Probblemverhalten ging, dass geändert werden sollte. Das hieß, ich war falsch. Für mich kam das so bei mir an. Vielleicht weil ich viel Invalidierung erlebt habe im Leben. Aber auch das Konzept erleben viele Patienten tatsächlich so. Marsha Linehan hat in einem Interview auch mal gesagt, zu dem Zeitpunkt als sie DBT konzipiert hat, war sie sehr streng mit sich selbst. Ich meine Selbstmitgefühlthematiken wurden nachträglich dem Konzept hinzugefügt. (??)

    Da hat mir Schematherapie sehr geholfen. Weil man da richtig ins Fühlen geht. Seinen Gefühlen Raum gibt. Und sehr gut lernt sich selbst zu validieren.

    DBT ist für mich mehr Kopfarbeit. Meine Gefühle müssen aber auch lernen, dass ich ok bin wie ich bin. Das habe ich durch DBT nicht schaffen können. Aber man lernt gut zu verstehen, wie das mit den Gefühlen so funktioniert. DBT ist also nicht nur wirksam gegen akute Krisen aus meiner Sicht, sondern auch darüber hinaus ein gutes Tool.

    Ich würde auch noch mal DBT machen. Ich finde man lernt bei jedem Durchgang noch mal Dinge dazu, weil man an ganz anderen Punkten im Leben steht. Manches Modul kommt auch je nach Gruppe und Therapeuten manchmal zu kurz.

    Vielleicht könnte ich heute mit dem Gefühl der Invalidierung durch die DBT besser umgehen.

  • Ich merke in der jetzigen Therapie gerade verstärkt, dass ich auf Invalidierung sehr doll anspringe. Immer dann, wenn meine Therapeutin mir sagt, dass es ihr leid tut und sie nicht invalidieren wollte.

    Im Rahmen der stationären DBT habe ich mich nicht invalidiert geführt. Ich denke, dass es immer auch von den Therapeuten und dem Team abhängt. Klar ging es viel um "Problemverhalten", aber ich fand es z.B. eine schöne Idee, dass wir uns immer nach einem Problemverhalten etwas gutes tuten sollten, quasi als Wiedergutmachung an uns selbst. Im Rahmen der stationären DBT kommt man denke ich nicht über das Stadium der Krisenintervention hinaus, so meine Erfahrung. Ich habe letztens ein Interview mit M.L. gehört und fand sie echt überzeugend in dem was sie sagte. Wenn man die DBT weiter macht, dann hat es ja etwas von Budismus und der damit einhergehenden bedingungslosen Selbstliebe. Das reine Skillen hingegen bringt ein auf Dauer nur in einen Skillkreislauf und das ermüdet sehr.

    Meine Therapeutin verbindet DBT mit der Schematherapie, was ich sehr ansprechend finde. Nur DBT würde wahrscheinlich nicht alle meine Anteile erreichen und so würden die mir fernen Anteile weiter Mist bauen, wenn sie nicht abgeholt werden würden.

    Der Mensch kann viel ertragen, wenn er Hoffnung hat.

    Also halte sie fest und lasse sie niemals mehr los.

    :rainboweinhorn:

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