Weil Informationen fehlen
Zwischen Fachliteratur, die niemand versteht, und Ratgeberseiten, die alles dramatisieren, gibt es wenig, das Betroffenen im Alltag wirklich hilft. Genau diese Lücke versuche ich zu füllen.
Ich schreibe die Fachartikel im Borderline-Forum und halte die Community am Laufen – aus Erfahrung, nicht aus dem Lehrbuch.
Mein Name ist Shalin, ich bin 44 Jahre alt und lebe in Niedersachsen. Im November 2021 habe ich zusammen mit Smilla das Borderline-Forum gegründet – aus einem sehr praktischen Grund: Wir haben damals selbst einen Ort gesucht, an dem man über die Borderline-Persönlichkeitsstörung reden kann, ohne sich zu rechtfertigen. Und keinen gefunden, der sich richtig angefühlt hat.
Ich bin selbst von der Borderline-Störung betroffen und beziehe seit 2014 eine Erwerbsminderungsrente. Trotz zweier abgeschlossener Ausbildungen besuche ich eine Tagesstätte – für Struktur, für soziale Kontakte, für Impulse von außen. Das heißt: Anspannungskurven, innere Leere, der lange Weg zur Diagnose, das Warten auf einen Therapieplatz, die Erfahrung mit DBT – das kenne ich nicht aus Studien, sondern aus meinem Alltag. Diese Perspektive steckt in jedem Text, den ich schreibe.
Im Forum bin ich für Administration, Technik, Fachartikel und das ganze Drumherum zuständig. Wir betreiben das Forum ehrenamtlich – ohne kommerzielle Absicht, finanziert nur in dem Maß, das die Serverkosten deckt.
Zwischen Fachliteratur, die niemand versteht, und Ratgeberseiten, die alles dramatisieren, gibt es wenig, das Betroffenen im Alltag wirklich hilft. Genau diese Lücke versuche ich zu füllen.
Wie sich ein Aufenthalt auf einer DBT-Station anfühlt oder was eine Diagnose mit dem Selbstbild macht, steht in keiner Leitlinie. Das können nur Menschen beschreiben, die es erlebt haben.
Kaum eine Diagnose ist so mit Vorurteilen belastet wie Borderline – auch im Gesundheitssystem. Jeder sachliche Text ist ein kleiner Beitrag dagegen.
Jeder Fachartikel im Borderline-Forum entsteht nach demselben Prinzip: zuerst die Quellen, dann der Text. Ich stütze mich auf die S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (AWMF 038-015), auf Veröffentlichungen von gesund.bund.de, der DGPPN, dem Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) sowie auf begutachtete Studien aus PubMed Central. Ratgeberblogs, KI-Zusammenfassungen oder Content-Farmen kommen als Quelle nicht infrage.
Alle Quellen stehen am Ende jedes Artikels mit Ziffern im Fließtext – du kannst also jede Aussage nachprüfen. Artikel bekommen ein Prüfdatum und werden überarbeitet, wenn sich Leitlinien oder Studienlage ändern. Wenn mir ein Fehler unterläuft, korrigiere ich ihn und kennzeichne das.
Ausführlich beschrieben ist das in unseren redaktionellen Leitlinien.
Was ich bin – und was nicht
Ich bin keine Ärztin, kein Arzt und keine psychotherapeutische Fachperson. Was ich mitbringe, ist gelebte Erfahrung, jahrelange Beschäftigung mit dem Thema und sorgfältige Recherche in verlässlichen Quellen. Meine Artikel sind Information und Orientierung – sie ersetzen keine Diagnose, keine Behandlung und keine Therapie.
Wenn es dir gerade akut schlecht geht: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Im Notfall wähle die 112.
Rückfragen zu einem Artikel, Hinweise auf Fehler, Anfragen von Fachleuten oder Medien: Ich lese jede Nachricht selbst.