Citalopram ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Es wird primär zur Behandlung von mittelschweren bis schweren Depressionen sowie Panikstörungen eingesetzt. Der Wirkstoff erhöht die Konzentration des Botenstoffs Serotonin im Gehirn, was stimmungsaufhellend und angstlösend wirken kann. Die volle Wirkung tritt in der Regel verzögert nach etwa zwei bis vier Wochen, manchmal auch erst nach sechs Wochen, ein. Typische Anfangsdosen liegen oft bei 10 mg bis 20 mg täglich. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Müdigkeit, Mundtrockenheit, Schwitzen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Besondere Vorsicht ist aufgrund möglicher QT-Intervall-Verlängerungen im EKG bei Herzerkrankungen geboten. Das Medikament darf nicht abrupt abgesetzt werden, da dies zu Absetzerscheinungen führen kann, weshalb eine ausschleichende Dosierung empfohlen wird. Wechselwirkungen können insbesondere mit Johanniskraut oder anderen serotonergen Medikamenten auftreten. Citalopram ist eine anerkannte Option zur langfristigen Behandlung depressiver Erkrankungen, erfordert jedoch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle.
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