1 Definition der Agoraphobie
Agoraphobie ist eine Angststörung, die durch intensive Angst vor bestimmten Orten oder Situationen gekennzeichnet ist. Betroffene fürchten oft, dass sie in diesen Situationen nicht schnell fliehen oder Hilfe erhalten können. Diese Angst kann dazu führen, dass sie öffentliche Plätze, Menschenmengen oder das Verlassen des Hauses vermeiden.
2 Symptome und Auslöser
Zu den häufigsten Auslösern gehören das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, das Stehen in einer Schlange oder das Betreten von Geschäften. Die Angst kann sich in körperlichen Symptomen wie Schwindel, Herzrasen oder Atemnot äußern. Viele Menschen mit Agoraphobie erleben auch Panikattacken, die die Angst verstärken.
3 Diagnose und Behandlung
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch klinische Interviews und standardisierte Kriterien. Eine Behandlung kann kognitive Verhaltenstherapie, Psychotherapie oder in einigen Fällen Medikamente umfassen. Unbehandelt kann die Agoraphobie das tägliche Leben stark einschränken.
4 Häufigkeit
Etwa 2 bis 4 Prozent der Bevölkerung sind von Agoraphobie betroffen, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Die Störung tritt häufig im jungen Erwachsenenalter auf.