- Wirkweise: Perazin blockiert Rezeptoren im Gehirn (vor allem Dopamin-Rezeptoren), was dämpfend, angstlösend und antipsychotisch wirkt.
- Einsatzgebiete: Es wird primär bei akuten und chronischen Psychosen sowie Schizophrenie mit Symptomen wie Wahn oder Halluzinationen verschrieben.
- Zusatznutzen: Neben der antipsychotischen Wirkung kann es auch das Einschlafen erleichtern und Übelkeit sowie Erbrechen unterdrücken.
- Einnahme: Die Tabletten werden in der Regel unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen und sind oft zur individuellen Dosierung teilbar.
- Dosis: Die Tagesdosis für Erwachsene liegt üblicherweise zwischen 75 mg und 600 mg, abhängig von der Schwere der Erkrankung.
- Häufige Nebenwirkungen: Es kann zu Müdigkeit, Mundtrockenheit, verstopfter Nase oder Bewegungsstörungen (Extrapyramidale Symptome) kommen.
- Kontrolluntersuchungen: Während der Behandlung sind regelmäßige Blutbild- und Leberwertkontrollen sowie EKG-Untersuchungen notwendig.
- Vorsicht bei Alkohol: Die Wirkung von Alkohol wird durch Perazin verstärkt, zudem kann der Blutdruck gefährlich absinken.
- Gegenanzeigen: Das Medikament darf bei Überempfindlichkeit gegen Phenothiazine oder schweren Schäden an Blutzellen oder Knochenmark nicht eingenommen werden.
- Verkehrstüchtigkeit: Besonders zu Beginn der Therapie kann das Reaktionsvermögen so stark eingeschränkt sein, dass man kein Fahrzeug führen sollte.
Derzeit sind keine Bewertungen für diesen Eintrag vorhanden.