1 Gereiztheit
Gereiztheit bezeichnet einen Zustand, in dem man schneller genervt, angespannt oder wütend reagiert als gewöhnlich. Reize, Aussagen oder Situationen, die normalerweise gut auszuhalten wären, können plötzlich als belastend oder störend empfunden werden.
1.1 Typische Anzeichen
- schnelle Verärgerung oder Ungeduld
- erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kritik
- kurze Zündschnur
- innere Anspannung und Unruhe
- häufiges Genervtsein
- schärferer oder gereizter Tonfall
- Konflikte mit anderen
- Schwierigkeiten, sich zu beruhigen
- Gefühl von „Alles ist mir zu viel“
1.2 Mögliche Ursachen
Gereiztheit kann durch viele unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden, zum Beispiel:
- Stress und Überforderung
- Schlafmangel oder Erschöpfung
- anhaltende Anspannung
- Hunger oder körperliches Unwohlsein
- Schmerzen
- hormonelle Veränderungen
- bestimmte Medikamente oder Substanzen
- psychische Belastungen
- Angst oder depressive Verstimmung
Gereiztheit ist häufig ein Frühwarnsignal für zunehmende Anspannung. Manchmal steht hinter der Gereiztheit nicht nur Wut, sondern auch Angst, Traurigkeit, Überforderung oder das Gefühl, nicht mehr genügend Ressourcen zu haben.
1.3 Was kann helfen?
Hilfreich kann es sein, zunächst die eigene Anspannung wahrzunehmen und eine kurze Pause einzulegen. Atemübungen, Bewegung, Rückzug aus einer überfordernden Situation, ausreichend Schlaf oder ein Gespräch mit einer vertrauten Person können helfen, wieder zur Ruhe zu kommen.
Besonders sinnvoll ist es, auf die eigenen Auslöser und Warnzeichen zu achten. So kann Gereiztheit frühzeitig erkannt werden, bevor daraus eine starke emotionale Überflutung oder ein Konflikt entsteht.