1 Muskelverspannungen
Muskelverspannungen sind anhaltende oder wiederkehrende Anspannungen der Muskulatur. Sie können sich als Verhärtung, Druck, Ziehen, Schmerzen oder eingeschränkte Beweglichkeit bemerkbar machen.
Typische Merkmale können sein:
- verspannte oder verhärtete Muskeln
- Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich
- Rückenbeschwerden
- Druck- oder Ziehgefühl
- Spannungskopfschmerzen
- eingeschränkte Beweglichkeit
- Druckempfindlichkeit der Muskulatur
- Kiefer- oder Gesichtsspannung
- Zähneknirschen oder starkes Zusammenbeißen
- Muskelzittern oder körperliche Unruhe
- schnelle Ermüdung der Muskulatur
2 Zusammenhang mit psychischer Anspannung
Muskelverspannungen können durch Stress, Angst und dauerhafte innere Anspannung verstärkt werden. Bei starker psychischer Anspannung befindet sich der Körper häufig in einer Art Alarmbereitschaft. Dadurch werden bestimmte Muskelgruppen unbewusst angespannt, beispielsweise Schultern, Nacken, Rücken oder Kiefer.
Ein möglicher Kreislauf ist:
Stress → körperliche Anspannung → Muskelverspannung → Schmerzen → zusätzliche Anspannung.
3 Bei Angst und Übererregung
Besonders bei chronischer Anspannung, Angstzuständen oder Hypervigilanz können Muskelverspannungen auftreten. Manche Menschen bemerken erst beim bewussten Entspannen, wie stark sie ihre Muskeln zuvor angespannt haben.
Hilfreich können je nach Ursache beispielsweise Bewegung, Wärme, Dehnung, progressive Muskelentspannung, ausreichend Erholung und Stressreduktion sein.
Bei plötzlich starken, ungewöhnlichen oder anhaltenden Schmerzen sowie bei zusätzlichen neurologischen Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.