1 Hypotonie
Hypotonie bedeutet niedriger Blutdruck. Dabei ist der Blutdruck so niedrig, dass die Versorgung des Körpers – insbesondere bei bestimmten Situationen – beeinträchtigt sein kann. Nicht jeder niedrige Blutdruck ist jedoch krankhaft.
1.1 Typische Symptome
Eine Hypotonie kann sich beispielsweise bemerkbar machen durch:
- Schwindel
- Benommenheit
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Konzentrationsprobleme
- kalte Hände und Füße
- Schwarzwerden vor den Augen
- Ohrensausen
- Schwächegefühl
- Herzklopfen
- gelegentliche Ohnmacht
Besonders beim schnellen Aufstehen können Beschwerden auftreten. Dies wird als orthostatische Hypotonie bezeichnet.
1.2 Mögliche Ursachen
Niedriger Blutdruck kann unter anderem begünstigt werden durch:
- Flüssigkeitsmangel
- Blutverlust
- bestimmte Medikamente
- langes Stehen
- starke Hitze
- längere Bettlägerigkeit
- bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- hormonelle oder Stoffwechselerkrankungen
Manche Menschen haben dauerhaft einen niedrigen Blutdruck, ohne Beschwerden zu haben. In diesem Fall besteht häufig kein Behandlungsbedarf.
1.3 Was kann helfen?
Je nach Ursache können beispielsweise hilfreich sein:
- ausreichend trinken
- langsam aus dem Liegen oder Sitzen aufstehen
- regelmäßige Bewegung
- langes unbewegliches Stehen vermeiden
- Beine bewegen oder kurz anspannen, wenn Schwindel auftritt
- Kompressionsstrümpfe in geeigneten Fällen
- gegebenenfalls Anpassung von Medikamenten durch eine Ärztin oder einen Arzt
Eine stärkere Erhöhung der Salzaufnahme sollte nicht eigenständig erfolgen, sondern gegebenenfalls ärztlich besprochen werden.
1.4 Wann ärztliche Hilfe wichtig ist
Eine ärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn niedriger Blutdruck neu auftritt, wiederholt zu Ohnmacht führt oder mit Brustschmerzen, Atemnot, Verwirrtheit oder ausgeprägter Schwäche einhergeht.
Kurz gesagt:
ZitatHypotonie bedeutet niedriger Blutdruck. Sie kann völlig harmlos sein, aber bei Beschwerden wie Schwindel, Kreislaufproblemen oder Ohnmacht sollte die Ursache abgeklärt werden.