- Betroffene beschreiben oft das Gefühl, wie ein Zuschauer im eigenen Film zu sein oder neben sich zu stehen.
- Die eigenen Bewegungen, Gedanken oder die eigene Stimme wirken dabei merkwürdig fremd oder automatisiert.
- Obwohl sich alles unwirklich anfühlt, bleibt die Realitätsprüfung intakt; die Betroffenen wissen also, dass ihre Wahrnehmung gerade gestört ist.
- Oft geht dieses Erleben mit einer emotionalen Taubheit einher, bei der Gefühle nur noch gedämpft oder gar nicht mehr wahrnehmbar sind.
- Depersonalisation tritt häufig als Schutzmechanismus der Psyche auf, um intensive Angst oder traumatischen Stress abzuwehren.
- Sie kann als Symptom bei Panikattacken, Depressionen, Burnout oder posttraumatischen Belastungsstörungen vorkommen.
- Auch Schlafmangel, extremer Stress oder der Konsum von Drogen können solche Episoden kurzzeitig auslösen.
- Wenn der Zustand dauerhaft anhält und den Alltag massiv belastet, spricht man von einer Depersonalisationsstörung.
- In der Therapie wird oft daran gearbeitet, durch Achtsamkeit und Körperarbeit wieder eine Verbindung zum eigenen Ich herzustellen.
- Das Wissen, dass der Zustand eine harmlose, wenn auch unangenehme Reaktion des Nervensystems ist, hilft vielen, die begleitende Angst zu senken.
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