- Im Gehirn verstärkt Diazepam die Wirkung des Botenstoffs GABA, welcher die Aktivität der Nervenzellen dämpft und so zur Entspannung führt.
- Es wird medizinisch vor allem bei akuten Angst- und Spannungszuständen sowie bei psychomotorischer Unruhe eingesetzt.
- Aufgrund seiner krampflösenden Eigenschaften ist es ein wichtiges Notfallmedikament zur Durchbrechung von epileptischen Anfällen.
- In der Chirurgie wird es häufig zur Prämedikation verwendet, um Patienten vor Operationen zu beruhigen und den Schlaf zu fördern.
- Diazepam hat eine sehr lange Halbwertszeit, was bedeutet, dass der Körper mehrere Tage benötigt, um den Wirkstoff und seine Abbauprodukte vollständig auszuscheiden.
- Ein großes Risiko besteht im hohen Abhängigkeitspotenzial, weshalb das Medikament meist nur für kurze Zeiträume von wenigen Wochen verschrieben wird.
- Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen ausgeprägte Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel und eine verringerte Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr.
- Bei älteren Menschen erhöht die muskelentspannende Wirkung signifikant das Risiko für Stürze und daraus resultierende Knochenbrüche.
- Die Kombination mit Alkohol oder anderen dämpfenden Substanzen ist lebensgefährlich, da sie zu einem Atemstillstand führen kann.
- Das Absetzen nach längerer Einnahme darf niemals abrupt erfolgen, sondern muss ärztlich begleitet ausgeschlichen werden, um schwere Entzugssymptome zu vermeiden.
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