Das Boreout-Syndrom ist ein Zustand beruflicher Unterforderung, der trotz Anwesenheit am Arbeitsplatz zu ernsthaften körperlichen und psychischen Erschöpfungszuständen führen kann. Es ist das Gegenteil zum Burnout, entsteht jedoch ebenfalls durch chronischen Stress – hier jedoch durch Langeweile und Sinnlosigkeit. Betroffene fühlen sich unterfordert, da ihre Aufgaben nicht ihren Qualifikationen entsprechen oder sie kaum Arbeit haben. Typische Symptome sind Desinteresse, Antriebslosigkeit, innere Leere, soziale Isolation und vermindertes Selbstwertgefühl. Auch körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen oder Tinnitus können auftreten. Viele Betroffene entwickeln im Laufe der Zeit Ängste und Depressionen. Ursachen sind oft eine Kombination aus zu wenig Arbeit, monotonen Aufgaben und fehlender beruflicher Perspektive. Die Situation wird oft durch „Presenteeism“ verschärft, also das Vortäuschen von Arbeit, um nicht aufzufallen. Im Gegensatz zu Burnout wird Boreout oft durch Scham tabuisiert, was eine Lösung erschwert. Zur Bewältigung ist es notwendig, mit Vorgesetzten zu sprechen, neue Aufgabenfelder zu suchen oder im Extremfall den Arbeitsplatz zu wechseln.
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