- Unter Polyneuropathie (PNP) versteht man eine Erkrankung, bei der mehrere periphere Nerven im Körper gleichzeitig geschädigt sind.
- Die Nervenschädigung beginnt oft schleichend und betrifft meist zuerst die längsten Nervenbahnen, was zu Symptomen an den Füßen und Unterschenkeln führt.
- Typische Anzeichen sind Missempfindungen wie Kribbeln, "Ameisenlaufen", brennende Schmerzen oder Taubheitsgefühle.
- Betroffene berichten häufig von einem unsicheren Gang, da das Druck- und Lageempfinden in den Füßen nachlässt.
- Die häufigste Ursache in Deutschland ist der Diabetes mellitus, gefolgt von chronischem Alkoholmissbrauch.
- Auch Vitaminmangel, Infektionen, Entzündungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten (z.B. Chemotherapie) können zu einer PNP führen.
- Die Diagnose wird in der Regel durch einen Neurologen gestellt, der Nervenleitgeschwindigkeiten misst oder Gewebeproben entnimmt.
- Die Behandlung richtet sich primär nach der Ursache, wobei die optimale Einstellung des Blutzuckers bei Diabetikern entscheidend ist.
- Zur Linderung der oft starken Schmerzen werden spezielle Medikamente wie Antikonvulsiva oder Antidepressiva eingesetzt.
- Eine frühe Diagnose ist wichtig, da sich bereits zerstörte Nerven nur schwer regenerieren können, aber das Fortschreiten oft gestoppt werden kann.
Derzeit sind keine Bewertungen für diesen Eintrag vorhanden.