1 Antriebslosigkeit
Antriebslosigkeit beschreibt einen Zustand, in dem es schwerfällt, sich zu Aktivitäten aufzuraffen und Dinge zu beginnen oder zu erledigen. Selbst alltägliche Aufgaben können sich ungewöhnlich anstrengend oder überwältigend anfühlen.
1.1 Typische Anzeichen
- wenig Motivation, etwas zu beginnen
- Schwierigkeiten, morgens aufzustehen
- alltägliche Aufgaben werden aufgeschoben
- weniger Interesse an früher wichtigen Aktivitäten
- Gefühl von innerer Schwere oder Erschöpfung
- langsameres Denken oder Handeln
- weniger Kontakt zu anderen Menschen
- Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
- das Gefühl, „zu nichts Kraft zu haben“
1.2 Mögliche Ursachen
Antriebslosigkeit kann beispielsweise durch Schlafmangel, Stress, Überforderung, körperliche Erkrankungen oder psychische Belastungen entstehen. Sie tritt auch häufig im Zusammenhang mit depressiven Verstimmungen oder Depressionen auf.
Dabei ist Antriebslosigkeit nicht unbedingt dasselbe wie Faulheit. Oft besteht durchaus der Wunsch, etwas zu tun, aber die notwendige Energie oder innere Aktivierung fehlt.
1.3 Was kann helfen?
Bei leichter oder vorübergehender Antriebslosigkeit können kleine, realistische Schritte hilfreich sein. Statt sich eine große Aufgabe vorzunehmen, kann man sie in einzelne Handlungen aufteilen: aufstehen, duschen, etwas essen, kurz nach draußen gehen oder eine kleine Aufgabe erledigen.
Auch ein regelmäßiger Tagesrhythmus, ausreichend Schlaf, Bewegung und soziale Kontakte können unterstützend wirken.
Wenn die Antriebslosigkeit über längere Zeit anhält, deutlich zunimmt oder den Alltag stark beeinträchtigt, sollte sie ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt werden.