1 Frühes Erwachen
Frühes Erwachen bezeichnet das regelmäßige oder wiederkehrende Aufwachen deutlich früher als gewünscht, wobei es anschließend schwerfällt, wieder einzuschlafen.
Es gehört zu den typischen Schlafstörungen und kann insbesondere bei depressiven Erkrankungen auftreten.
Typische Merkmale sind:
- Aufwachen in den frühen Morgenstunden
- deutlich früheres Erwachen als üblich
- Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen
- Grübeln nach dem Aufwachen
- Gefühl, nicht ausreichend geschlafen zu haben
- Müdigkeit und Erschöpfung am Tag
- Konzentrationsprobleme
- verminderte Leistungsfähigkeit
- Gereiztheit oder emotionale Anspannung
- Angst vor dem nächsten Morgen oder der nächsten Nacht
2 Beispiel
Eine Person geht beispielsweise um 23 Uhr schlafen und wacht regelmäßig bereits gegen 4 oder 5 Uhr auf. Obwohl sie noch müde ist, gelingt es ihr nicht mehr einzuschlafen.
3 Mögliche Zusammenhänge
Frühes Erwachen kann unter anderem durch Stress, psychische Belastungen, Depressionen, Angst, einen unregelmäßigen Schlafrhythmus oder andere Schlafstörungen begünstigt werden. Auch körperliche Ursachen oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen.
Bei einer Depression kann frühes Erwachen zusammen mit Morgentief, Niedergeschlagenheit, Antriebsmangel und Interessenverlust auftreten.
Wenn frühes Erwachen über längere Zeit besteht und den Alltag deutlich beeinträchtigt, ist eine ärztliche oder therapeutische Abklärung sinnvoll.