1 Resilienz
Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit eines Menschen. Sie beschreibt die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen, Krisen, Belastungen oder Rückschläge zu bewältigen und sich danach wieder zu stabilisieren.
Resilienz bedeutet nicht, dass ein Mensch keine Angst, Trauer, Wut oder Überforderung erlebt. Vielmehr geht es darum, trotz solcher Gefühle handlungsfähig zu bleiben oder nach einer belastenden Phase wieder ins innere Gleichgewicht zurückzufinden.
1.1 Typische Merkmale von Resilienz
- Emotionsregulation: Gefühle wahrnehmen und mit ihnen umgehen können
- Selbstwirksamkeit: Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Probleme bewältigen zu können
- Optimismus: Die Überzeugung, dass schwierige Situationen veränderbar oder bewältigbar sind
- Problemlösefähigkeit: Belastungen aktiv angehen und nach Lösungen suchen
- Flexibilität: Sich auf Veränderungen einstellen können
- Selbstfürsorge: Eigene körperliche und psychische Bedürfnisse ernst nehmen
- Soziale Unterstützung: Hilfe annehmen und auf vertrauensvolle Beziehungen zurückgreifen
- Akzeptanz: Dinge annehmen können, die sich momentan nicht verändern lassen
1.2 Resilienz ist erlernbar
Resilienz ist keine feste Persönlichkeitseigenschaft. Sie kann sich im Laufe des Lebens verändern und durch Erfahrungen, Beziehungen und gezielte Übungen weiterentwickeln. Hilfreich können beispielsweise Achtsamkeit, Selbstfürsorge, soziale Kontakte, der Aufbau von Problemlösestrategien und der Umgang mit belastenden Gedanken sein.
Kurz gesagt: Resilienz bedeutet nicht, unverwundbar zu sein, sondern nach Belastungen wieder aufstehen, sich anpassen und weiterentwickeln zu können.