Das innere Kind bezeichnet die in uns gespeicherten emotionalen Erfahrungen aus der Kindheit – besonders die Gefühle, Bedürfnisse, Ängste und Verletzungen, die damals nicht ausreichend gesehen, geschützt oder getröstet wurden. Es ist kein echtes „Kind“ in uns, sondern ein psychologisches Bild, das hilft zu verstehen, warum wir heute in bestimmten Situationen sehr stark reagieren. Wenn alte Gefühle wie Angst vor dem Verlassenwerden, Scham oder Hilflosigkeit plötzlich auftauchen, spricht man davon, dass das innere Kind aktiviert ist. Gerade bei Borderline spielt das innere Kind oft eine große Rolle, weil frühe Beziehungserfahrungen und emotionale Unsicherheit das heutige Erleben stark prägen. Ziel in Therapie und Selbsthilfe ist es, diese inneren Anteile wahrzunehmen, ernst zu nehmen und ihnen heute das zu geben, was früher gefehlt hat: Sicherheit, Verständnis und Mitgefühl.
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