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  • Digitale Therapie bei Borderline: Was die priovi-Studie 2025 wirklich bedeutet

    • Shalin
    • 29. Juni 2026 um 17:55
    • 22 Mal gelesen
    • 0 Kommentare
    Einen Therapieplatz mit BPS zu finden fühlt sich oft wie eine zweite Vollzeitstelle an – und endet trotzdem auf der Warteliste. Seit 2025 gibt es eine neue Option, die von gesetzlichen Krankenkassen voll erstattet wird: die digitale Schematherapie-App priovi, deren Wirksamkeit erstmals in einer großen Studie im Lancet Psychiatry belegt wurde. Was das konkret für dich bedeutet, erklären wir hier.
    Lesezeit: 13 Minuten
    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – Inhalte und Studienlage geprüft, Quellenstand aktuell; neu aufgenommen wurden die Ergebnisse der EPADIP-BPD-Studie aus The Lancet Psychiatry 2025.

    Die digitale Therapie bei Borderline ist endlich kein Versprechen mehr, sondern nachgewiesene Realität: Die App priovi – eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) auf Basis der Schematherapie – hat in einer der größten randomisierten Studien zur Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) überzeugt und ist von gesetzlichen Krankenkassen vollständig erstattungsfähig. Dieser Artikel erklärt, was hinter dem Studienergebnis steckt, wie die App funktioniert und was das für dich konkret bedeutet – gerade wenn du gerade auf einen Therapieplatz wartest oder parallel zur laufenden Therapie Unterstützung suchst.

    📋 Auf einen Blick
    • Was ist neu? Die EPADIP-BPD-Studie (Lancet Psychiatry, 2025) belegt erstmals in einer großen RCT die Wirksamkeit einer BPS-App.
    • Was ist priovi? Eine schematherapiebasierte Webanwendung – als DiGA von Krankenkassen erstattet, ohne Zuzahlung.
    • Wer bekommt sie? Alle Erwachsenen (ab 18) mit gesicherter oder Verdachts-BPS-Diagnose.
    • Was bringt sie? Reduktion der BPS-Symptome, weniger Angst und Depression, nachweislich weniger Suizidversuche.
    • Ersetzt sie Therapie? Nein – sie ergänzt oder überbrückt sie.
    📋 Inhaltsverzeichnis ▼
    1. Das Problem: Zu viele Betroffene, zu wenig Plätze
    2. Was ist priovi – und wie funktioniert es?
    3. Die Studie: Was wurde gemessen, was kam raus?
    4. Wie du priovi bekommst – Schritt für Schritt
    5. Grenzen und offene Fragen
    6. FAQ aus der Community
    7. Quellenangaben

    Das Problem: Zu viele Betroffene, zu wenig Plätze

    Wer mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung eine Therapie sucht, kennt das Gefühl: Man greift zum Telefon, ruft Praxis für Praxis an – und landet auf Wartlisten ohne absehbares Ende. Das ist kein subjektives Gefühl, sondern eine messbare Realität.

    Wie groß ist die Versorgungslücke wirklich?

    [1] Weniger als 25 % der Menschen mit BPS erhalten überhaupt eine leitliniengerechte Psychotherapie – und das in einem der am besten ausgebauten Gesundheitssysteme der Welt. Für alle anderen bedeutet das: entweder gar keine spezifische Behandlung, oder ein langer, erschöpfender Kampf um einen der raren DBT- oder Schematherapieplätze. [2] Eine Auswertung zeigte, dass in Deutschland rechnerisch ein einziger störungsspezifischer Behandlungsplatz über 1.100 BPS-Betroffene versorgen müsste – das Verhältnis ist also dramatisch.

    Dazu kommt: [3] Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Therapieplatz in Deutschland liegt bei rund fünf Monaten – und das ist ein allgemeiner Durchschnitt. Für Borderline-spezifische Therapieplätze kann die Wartezeit deutlich länger sein. In dieser Zeit bleiben Betroffene häufig sich selbst überlassen, mit all den Risiken, die das mit sich bringt.

    Warum ist das besonders problematisch bei BPS?
    Bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung kann gerade die unbehandelte Wartezeit zur Krise führen. Emotionale Dysregulation, Impulsivität und Beziehungsinstabilität brauchen kein Vakuum – sie brauchen Unterstützung. Eine überbrückende Hilfe ist deshalb keine Spielerei, sondern kann entscheidend sein.

    Was hat sich verändert – und was nicht

    Die gute Nachricht: Die Forschung hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. [4] Zahlreiche Befunde aus den Neurowissenschaften haben dazu beigetragen, dass BPS heute als komplexes Zusammenspiel aus biologischen und Umweltfaktoren verstanden wird – und dass die Symptome bei einem Großteil der Betroffenen im Verlauf zurückgehen. Die schlechte Nachricht: An der konkreten Versorgungssituation hat sich wenig geändert. Die Lücke zwischen dem, was leitliniengerecht wäre, und dem, was wirklich angeboten wird, klafft weiter weit auseinander.

    Genau hier setzt die Idee der digitalen Therapie an: Nicht als Ersatz für echte menschliche Begleitung, sondern als niedrigschwellige, rund um die Uhr verfügbare Ergänzung – oder Überbrückung in der Zeit bis zum Therapieplatz.

    Was ist priovi – und wie funktioniert die digitale Therapie bei Borderline?

    priovi ist eine Webanwendung – keine klassische Smartphone-App, sondern ein Programm, das du im Browser nutzt, auf dem Handy genauso wie am Laptop. Hinter dem ungewöhnlichen Namen steckt das erste und bislang einzige DiGA (Digitale Gesundheitsanwendung) speziell für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung. [5] Entwickelt wurde es von der Hamburger GAIA AG, unter der fachlichen Leitung von Dr. Gitta Jacob, einer der führenden Schematherapeutinnen Europas.

    Schematherapie zum Selbermachen – wie soll das gehen?

    Die Schematherapie ist ein Verfahren, das besonders gut bei Persönlichkeitsstörungen wirkt. Es geht darum, tief verwurzelte Denk- und Verhaltensmuster – die sogenannten Schemata – zu erkennen, zu verstehen und schrittweise zu verändern. [5] priovi erklärt dir, wie diese Schemata in deiner Biografie entstanden sind, und vermittelt konkrete Fertigkeiten im Umgang mit Gefühlen und in der Selbstfürsorge.

    Das Programm besteht aus 10 Modulen, die du in jeweils etwa 30 bis 90 Minuten durcharbeitest. Jedes Modul ist als interaktiver Dialog gestaltet: priovi stellt dir Informationen vor, du wählst aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten, und der weitere Verlauf passt sich deiner Situation an. Es fühlt sich weniger wie ein Online-Kurs an – und eher wie ein sehr geduldiges, immer verfügbares Gespräch, das dich durch die Inhalte führt.

    Die Module decken unter anderem diese Themen ab:

    • Einführung in die BPS-Symptomatik und ihre Entstehungsgeschichte (Psychoedukation)
    • Erkennen eigener Schemata und Bewältigungsmodi
    • Emotionsregulation und Umgang mit innerer Anspannung
    • Selbstfürsorge und Aufbau stabiler Alltagsroutinen
    • Beziehungsgestaltung und Grenzen setzen

    Zusätzlich gibt es Audiodateien, die du in akuten Anspannungsmomenten nutzen kannst – zum Beispiel eine Kurzübung, bevor du in eine schwierige Situation gehst. Der Hersteller empfiehlt, priovi mindestens zweimal pro Woche für jeweils mindestens 30 Minuten zu nutzen – über mindestens 90 Tage. [6] Die Lizenz gilt aber ein ganzes Jahr, du musst also nicht gehetzt durch die Module.

    Wer kann priovi nutzen?

    [5] priovi richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren mit einer gesicherten oder Verdachts-Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.31) und mindestens mittelschweren Symptomen. Es gibt keine medizinischen Kontraindikationen – allerdings sollte man ausreichend Deutschkenntnisse mitbringen und ein internetfähiges Gerät haben. Eine gleichzeitige Psychotherapie ist weder erforderlich noch ein Ausschlusskriterium: priovi funktioniert sowohl als Überbrückungshilfe als auch als Ergänzung zur laufenden Therapie. Auch nach einem stationären Aufenthalt kann es als Begleitung in den Alltag helfen.

    Die EPADIP-BPD-Studie: Was wurde gemessen – und was kam raus?

    Wirksamkeitsnachweise für digitale Interventionen sind nicht selbstverständlich. Viele Apps versprechen viel und liefern wenig – weshalb es wichtig ist, genau hinzusehen, was priovi belegt hat und wie. Kurz: Der Nachweis ist solide.

    Aufbau der Studie

    [1] Die EPADIP-BPD-Studie (Assmann et al., 2025) wurde an der Universität Lübeck und am Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) durchgeführt und in The Lancet Psychiatry veröffentlicht – einem der renommiertesten Fachjournale weltweit. Es handelt sich um eine randomisierte, kontrollierte Studie mit 580 Teilnehmenden. Die Betroffenen wurden per Zufall in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe erhielt Zugang zu priovi zusätzlich zur üblichen Versorgung, die andere Gruppe erhielt nur die übliche Versorgung. Gemessen wurde die Symptombelastung anhand der Borderline Symptom Liste 23 (BSL-23), einem etablierten Messinstrument. Die Primärbeobachtung lief über drei Monate, ein Follow-up nach zwölf Monaten erfasste, ob die Verbesserungen anhielten.

    Was die Zahlen bedeuten

    [1] Die Auswertung zeigte, dass die priovi-Gruppe nach drei Monaten eine statistisch signifikant stärkere Symptomreduktion aufwies als die Kontrollgruppe. Der Effekt war zwar nach klinischen Maßstäben klein (d=0,24), aber stabil: Beim Zwölf-Monats-Follow-up war die Verbesserung noch genauso ausgeprägt. Das ist wichtig – viele Interventionen zeigen kurzfristige Erfolge, die sich nach einiger Zeit wieder verlieren.

    Besonders bemerkenswert war ein weiteres Ergebnis: [7] In der priovi-Gruppe traten deutlich weniger Suizidversuche auf als in der Kontrollgruppe – das Verhältnis lag bei ungefähr einem Drittel. Auch Angst- und Depressionssymptome gingen in der Interventionsgruppe signifikant stärker zurück.

    Was „kleiner Effekt" bedeutet – und warum er trotzdem zählt
    Ein Effekt von d=0,24 klingt nach wenig. Aber in der Versorgungsforschung bei schweren Persönlichkeitsstörungen sind kleine, stabile Effekte realistisch und wertvoll – besonders wenn sie unter realen Bedingungen entstehen (nicht im Ideallabor) und auf eine Gruppe wirken, die sonst gar keine störungsspezifische Hilfe erhält. Außerdem: Die Abbruchrate in der Studie war niedrig, was zeigt, dass die App tatsächlich genutzt wird.

    Was die Studie nicht zeigt

    Ehrlichkeit ist hier wichtig: Die Studie ist von der GAIA AG mitfinanziert worden, dem Hersteller von priovi. Das bedeutet nicht, dass die Ergebnisse gefärbt sind – The Lancet Psychiatry hat strenge Peer-Review-Standards. Es bedeutet aber, dass man die Befunde nicht unkritisch übernehmen sollte. [1] Die Autoren selbst sprechen von „ersten Hinweisen" auf Wirksamkeit und fordern weitere unabhängige Replikationsstudien. priovi ist keine vollständige Psychotherapie und kein Ersatz für menschliche Begleitung – das betont die Studie ausdrücklich.

    Wie du priovi bekommst – Schritt für Schritt

    Die gute Nachricht: Der Weg zu priovi ist unkomplizierter als zu einem Therapieplatz. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten vollständig. [6]

    Weg 1: Über Arzt oder Therapeutin

    Dein Hausarzt, dein Psychiater oder deine Psychotherapeutin kann dir priovi direkt verschreiben – genauso wie ein Medikament. Du reichst das Rezept bei deiner Krankenkasse ein, die dir dann einen 16-stelligen Freischaltcode schickt. Damit aktivierst du die Anwendung auf priovi.de. Die Lizenz gilt für ein ganzes Jahr – du musst nicht nach 90 Tagen erneut verschreiben lassen, wie das bei vielen anderen DiGAs der Fall ist.

    Weg 2: Direkt über die Krankenkasse

    [5] Wenn du keinen Arzt oder keine Therapeutin hast oder den nächsten Termin nicht abwarten möchtest: Du kannst priovi auch direkt bei deiner gesetzlichen Krankenkasse beantragen, sofern ein Nachweis über die BPS-Diagnose vorliegt – zum Beispiel ein früherer Arztbrief oder ein Entlassungsbericht aus dem Krankenhaus. Die Krankenkasse prüft den Antrag und schickt dir dann ebenfalls den Freischaltcode.

    Weg 3: Über einen Online-Arzt-Service

    Es gibt mehrere Telemedizin-Plattformen, die das Kurzattest für priovi nach einem kurzen Videogespräch ausstellen können. Das kann sinnvoll sein, wenn du keinen Facharzt hast oder dein Hausarzt mit DiGAs noch nicht vertraut ist. Die Kosten für das Arztgespräch werden bei gesetzlich Versicherten in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

    Tipp für die Praxis: Wenn dein Arzt oder deine Ärztin noch nichts von priovi gehört hat, ist das kein Problem – DiGAs sind noch relativ neu im deutschen Gesundheitssystem. Du kannst einfach sagen: „Ich würde gerne die DiGA priovi ausprobieren, die für BPS (ICD-10: F60.31) im BfArM-Verzeichnis gelistet ist." Das ist alles, was für die Verschreibung nötig ist.

    Grenzen der digitalen Therapie – was priovi nicht leisten kann

    Es wäre schön, wenn eine App alle Probleme lösen würde. Das kann priovi nicht – und das behauptet es auch nicht. Ehrlich sein ist hier wichtiger als Begeisterung.

    Was fehlt im Vergleich zur echten Therapie

    Schematherapie lebt von der Beziehung zwischen Therapeutin und Patient. Das sogenannte „Reparenting" – das Erleben von Fürsorge und Angenommensein in der therapeutischen Beziehung – ist ein zentrales Element, das eine App schlicht nicht ersetzen kann. priovi kann Konzepte erklären, Übungen anleiten und dir Struktur geben. Es kann aber nicht spüren, was gerade wirklich in dir vorgeht, und es kann in einer echten Krise nicht eingreifen.

    [1] Die Studie hat priovi bewusst ohne verpflichtende parallele Psychotherapie getestet – das war methodisch sinnvoll, um die eigenständige Wirkung zu messen. Aber das bedeutet nicht, dass die App für alle Schweregrade gleich gut geeignet ist. Bei schwerer Symptomatik, akuter Suizidalität oder starker Dissoziation ist professionelle Begleitung unbedingt nötig – priovi kann das nicht ersetzen.

    Offene Fragen und nächste Schritte der Forschung

    Was die Forschung als nächstes braucht: unabhängige Replikationsstudien ohne Herstellerfinanzierung, Langzeitdaten über den Zwölf-Monats-Follow-up hinaus, und Untersuchungen dazu, welche Subgruppen besonders profitieren. [4] Auch für Jugendliche unter 18 ist priovi aktuell nicht zugelassen – obwohl BPS-Symptome oft schon in der Adoleszenz sichtbar werden und Früherkennung entscheidend wäre.

    Parallel dazu laufen in Deutschland Studien zu neuen Medikamenten für BPS – zum Beispiel an der Uniklinik Aachen und in Tübingen – die darauf abzielen, impulsives Verhalten und emotionale Dysregulation zu mildern. [8] Diese Substanzen sind noch nicht zugelassen, zeigen aber, dass die pharmakologische Forschung weitergeht.

    Was das für dich bedeutet: priovi ist ein echtes, sinnvolles Werkzeug – besonders wenn du gerade auf einen Therapieplatz wartest, keine passende Therapeutin findest oder deine laufende Therapie ergänzen möchtest. Es ist kein Allheilmittel, aber es ist mehr als nichts. Und „mehr als nichts" ist für viele Menschen mit BPS der entscheidende Unterschied zwischen einer Krise und einer Woche, die irgendwie geht.

    Wenn du dich tiefer mit den Therapieansätzen befassen möchtest, die hinter priovi stecken, findest du hier mehr:

    • Schematherapie bei Borderline – der verständliche Überblick
    • Borderline und DBT – was die Therapie leisten kann
    • Krisenmanagement bei Borderline – so meisterst du den nächsten Zusammenbruch

    FAQ – Fragen aus der Community

    „Ich habe keine offizielle Diagnose, nur eine Verdachtsdiagnose. Reicht das für priovi?"

    Ja. priovi kann auch bei Verdachts-Diagnose (F60.31) verschrieben werden. Wenn du irgendwo auf einem Arztbrief oder Entlassungsbericht diesen Code siehst, reicht das als Nachweis. Falls du unsicher bist, sprich deinen Hausarzt direkt darauf an.

    „Meine Therapeutin sagt, ich soll keine Apps nutzen. Was tun?"

    Das ist ein Gespräch, das sich lohnt. Frag nach dem Grund – manchmal geht es darum, dass die Therapeutin befürchtet, du könntest dich in der App verlieren statt in die reale Arbeit zu investieren. Das ist ein legitimer Punkt. priovi ist aber so konzipiert, dass es Therapie ergänzt, nicht konkurriert. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Therapeutin dich grundsätzlich nicht ernst nimmt, ist das ein anderes Thema – das wäre auch ohne priovi ein Problem.

    „Ich bin privat versichert – bekomme ich priovi auch?"

    Das hängt von deinem Tarif ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten vollständig. Bei privaten Krankenversicherungen ist die Erstattung unterschiedlich – frag am besten vorher bei deiner PKV nach. Die Kosten für die Jahreslizenz liegen laut Hersteller bei rund 855 Euro, falls du sie selbst zahlen würdest.


    Quellenangaben

    1. Assmann N, Jacob G, Schaich A, et al. A digital therapeutic for people with borderline personality disorder in Germany (EPADIP-BPD): a pragmatic, assessor-blind, parallel-group, randomised controlled trial. Lancet Psychiatry. 2025;12(5):366–376. doi:10.1016/S2215-0366(25)00063-X
    2. Iliakis EA et al. Zitiert in: Diagnose- und Behandlungsbereitschaft der BPS im Jugendalter in Deutschland. Kindheit und Entwicklung. 2023. Hogrefe
    3. Hölzel L. Wartezeiten auf Psychotherapieplätze in Deutschland. Oberberg Kliniken, Pressemitteilung auf Basis eigener Versorgungsforschung. Juni 2024. oberbergkliniken.de
    4. Spektrum der Wissenschaft. Borderline-Persönlichkeitsstörung: Von wegen lebenslänglich. Dezember 2021. spektrum.de
    5. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). DiGA-Verzeichnis: priovi – digitale Unterstützung der Borderline-Behandlung. Stand: Oktober 2025. diga.bfarm.de
    6. GAIA AG. priovi – Fachkreisinformationen und Lizenzmodell. priovi.de/fachkreise
    7. Gelbe Liste Pharmaindex. Wirksamkeit einer digitalen Therapie bei Borderline-Persönlichkeitsstörung. Juni 2025. gelbe-liste.de
    8. Universitätsklinikum Tübingen. Studie Borderline ADHS – BI 3031185. medizin.uni-tuebingen.de

    Fazit: Die Ergebnisse der EPADIP-BPD-Studie sind ein echter Schritt vorwärts. Eine DiGA, die kostenlos verschrieben werden kann, rund um die Uhr verfügbar ist und nachweislich Symptome lindert – das ist eine relevante Entwicklung für eine Erkrankung, bei der die Versorgungslage seit Jahren chronisch schwierig ist. priovi ist kein Wundermittel und kein Ersatz für echte Therapie. Aber es ist niedrigschwellig, gut belegt und für viele Menschen mit BPS vielleicht das Einzige, was gerade konkret greifbar ist.

    💬 Community-Frage: Hat jemand von euch priovi schon ausprobiert – und wenn ja, wie war eure Erfahrung damit? Habt ihr es parallel zur Therapie genutzt oder als Überbrückung? Was hat geholfen, was nicht?

    Über den Autor

    Hey, ich bin Shalin, 1982 geboren, komme aus Niedersachsen und bin seit 2004 in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung. Seit 2005 steht die Diagnose „emotionale instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus“ bei mir. Tagsüber besuche ich eine Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen, ansonsten verbringe ich meine Zeit gerne am Computer und im Internet, treffe mich mit Freunden oder genieße die Zweisamkeit mit meiner Partnerin. Ich telefoniere gerne, schaue DVDs und höre Musik.

    Schon seit Jahren beschäftige ich mich auf unterschiedliche Weise mit dem Krankheitsbild. Informiert bin ich nicht nur durch persönliche Erfahrungen und Psychoedukation, sondern auch durch den direkten Kontakt mit anderen Betroffenen. Außerdem recherchiere ich im Internet und lese Fachliteratur. Ich freue mich darauf, mein Wissen zu erweitern, Erfahrungen zu teilen und interessante Gespräche zu führen!

    Schreibt mich gerne an. :)

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