1 Tremor
Ein Tremor ist ein unwillkürliches, rhythmisches Zittern eines Körperteils. Am häufigsten sind Hände oder Arme betroffen, möglich sind aber auch Kopf, Beine, Stimme oder andere Körperregionen.
1.1 Typische Formen
- Ruhetremor: tritt vor allem auf, wenn der betroffene Körperteil entspannt ist.
- Haltetremor: entsteht beim Halten einer bestimmten Position, z. B. wenn die Arme ausgestreckt werden.
- Aktionstremor: tritt bei gezielten Bewegungen auf, etwa beim Schreiben oder Greifen.
- Intentionstremor: nimmt bei einer zielgerichteten Bewegung, beispielsweise beim Berühren eines Gegenstandes, zu.
1.2 Mögliche Ursachen
Ein Tremor kann viele verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:
- Stress, Angst oder starke Anspannung
- Müdigkeit oder Schlafmangel
- Koffein oder bestimmte Medikamente
- Unterzuckerung
- Erkrankungen des Nervensystems
- Essentieller Tremor, der teilweise familiär gehäuft auftritt
- bei bestimmten neurologischen Erkrankungen, beispielsweise Parkinson
Ein Tremor ist daher zunächst ein Symptom und keine eigenständige Diagnose. Entscheidend sind unter anderem Zeitpunkt, Auslöser, Stärke und Verlauf des Zitterns.
1.3 Wann sollte man ihn abklären lassen?
Ein neu auftretender, stärker werdender oder dauerhaft bestehender Tremor sollte ärztlich abgeklärt werden. Plötzliches Zittern zusammen mit Schwäche, Lähmung, Sprach- oder Bewusstseinsstörungen sollte hingegen sofort medizinisch beurteilt werden.