1 Typische körperliche Symptome
- Herzrasen oder Herzklopfen
- erhöhter Muskeltonus und Verspannungen
- Zittern (Tremor)
- Schwitzen
- beschleunigte Atmung
- innere Unruhe
- erhöhte Schreckhaftigkeit
- Schlafstörungen
- Erschöpfung trotz ständiger Anspannung
2 Psychische und kognitive Symptome
- Nervosität und Anspannung
- Reizbarkeit
- Konzentrationsprobleme
- Gedankenkreisen oder Gedankenrasen
- erhöhte Wachsamkeit (Hypervigilanz)
- Schwierigkeiten, abzuschalten
- Gefühl, ständig reagieren zu müssen
- schnelle Überforderung durch Reize
- erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Berührungen oder anderen Reizen
3 Mögliche Zusammenhänge
Übererregung kann beispielsweise bei
- Angst und Panik
- länger anhaltendem Stress
- traumatischen Belastungen
- posttraumatischen Belastungsreaktionen
- Schlafmangel
- emotionaler Überforderung
auftreten. Auch körperliche Ursachen oder bestimmte Medikamente und Substanzen können eine Rolle spielen.
4 Übererregung und Untererregung
Bei Übererregung ist das Aktivierungsniveau zu hoch: Man fühlt sich angespannt, unruhig und alarmbereit.
Bei Untererregung ist das Aktivierungsniveau dagegen zu niedrig. Dies kann sich beispielsweise durch Müdigkeit, Passivität, einen „leeren Kopf“ oder ein Gefühl von Abwesenheit zeigen.
Kurz gesagt: Übererregung bedeutet, dass Körper und Nervensystem dauerhaft oder vorübergehend auf einem zu hohen Aktivierungsniveau arbeiten. Dadurch können Anspannung, Reizbarkeit, Hypervigilanz, Schlaf- und Konzentrationsprobleme entstehen.