Eine generalisierte Angststörung (GAS) ist eine Angststörung, bei der Menschen dauerhaft und übermäßig Sorgen und Ängste haben – nicht nur in bestimmten Situationen, sondern über viele Lebensbereiche hinweg (z. B. Gesundheit, Arbeit, Familie, Zukunft). Diese Sorgen lassen sich kaum kontrollieren, fühlen sich „endlos“ an und gehen oft mit körperlichen Symptomen einher.
1 Typische Merkmale
- ständige, übertriebene Sorgen, die schwer zu stoppen sind
- Grübeln, „Katastrophisieren“, innere Unruhe
- Angst hält über Monate an (häufig mind. 6 Monate)
2 Häufige körperliche Begleitsymptome
- Anspannung, Muskelverspannungen
- Herzklopfen, Zittern, Schweiß
- Magen-Darm-Beschwerden
- Schlafprobleme, Erschöpfung
- Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit
3 Unterschied zu „normaler“ Angst
Angst ist grundsätzlich normal. Bei einer GAS sind die Sorgen jedoch:
- unverhältnismäßig stark,
- dauerhaft,
- kaum kontrollierbar,
- und beeinträchtigen Alltag, Arbeit oder Beziehungen.
4 Ursachen
Meist Zusammenspiel aus:
- genetischer Veranlagung
- Stress, belastenden Erlebnissen
- Persönlichkeitsfaktoren
- Gehirnstoffwechsel / Neurobiologie
5 Behandlung
Gut behandelbar:
- Psychotherapie, v. a. Kognitive Verhaltenstherapie
- Entspannungsverfahren, Stressreduktion
- ggf. Medikamente (z. B. bestimmte Antidepressiva)
6 Wann Hilfe suchen?
Wenn Sorgen sehr belasten, lange anhalten oder den Alltag einschränken. Frühzeitige Unterstützung kann viel helfen.