Anspannung beschreibt einen Zustand innerer, oft dauerhafter körperlicher und seelischer Aktivierung, bei dem Betroffene sich nervös, unter Druck oder „wie unter Strom“ fühlen. Im Zusammenhang mit Borderline ist Anspannung häufig sehr hoch und kann sich ohne klaren äußeren Anlass aufbauen. Sie äußert sich zum Beispiel durch innere Unruhe, Gereiztheit, Zittern, Muskelanspannung, Gedankenkreisen oder das Gefühl, kurz vor dem „Explodieren“ zu stehen. Diese Anspannung entsteht oft durch emotionale Überforderung, innere Konflikte oder Trigger und wird als äußerst unangenehm erlebt. Viele selbstschädigende oder impulsive Verhaltensweisen dienen dem Versuch, diese Spannung kurzfristig zu reduzieren. Ziel in Therapie und Selbsthilfe ist es, Anspannung frühzeitig wahrzunehmen und durch Skills, Regulation und Stabilisierung auf sichere Weise zu senken.
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