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  • Verlustangst bei der Borderline Persönlichkeitsstörung

    • Shalin
    • 26. April 2025 um 06:02
    • 1.122 Mal gelesen
    • 0 Antworten
    In diesem Artikel wollen wir die Ursachen, Auswirkungen und mögliche Bewältigungsstrategien für Verlustangst bei der Borderline Störung näher beleuchten.
    Lesezeit: 9 Minuten

    Borderline und Verlustangst

    Menschen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung haben in ihren frühen Jahren Erfahrungen mit dem Verlust einer wichtigen Bezugsperson gemacht.

    Dies kann auf verschiedene Ursachen zurückführen und beeinflusst in späterer Folge ihren täglichen Alltag.

    In diesem Artikel wollen wir die Ursachen, Auswirkungen und mögliche Bewältigungsstrategien für Verlassensängste im Rahmen dieser Erkrankung ansehen.


    Verlassensängste bei der Borderline Persönlichkeitsstörung - Ein Einblick hinter die Kulissen

    Was ist Verlustangst?

    Althochdeutsch Farlust = das Abhandenkommen

    Menschen sind soziale Wesen und brauchen die Bindung zu anderen Menschen. Ein Kleinkind kann nicht zwischen einer zeitweiligen Abwesenheit und einem Verschwinden unterscheiden. Daher ist es auch irgendwo natürlich Verlustangst zu verspüren.

    Dennoch gibt es Erfahrungen, die uns erkranken lassen und starken Einfluss auf unser Aufwachsen und späteren Beziehungen/Freundschaften haben.

    Von jemandem mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung kann ein zeitweiliges Alleinsein oft als Isolation wahrgenommen werden. Dies kann mit sehr intensiven Emotionen einhergehen.


    Einige Ursachen dafür können sein:

    Die Frühkindliche Erfahrung

    Wenn die Bezugsperson Überforderung erlebt, Probleme nicht erkannt hat, ihre Emotionen nicht gut ausgedrückt hat, keine Bindung aufgebaut hat, oder das Kind physisch oder emotional vernachlässigt hat.

    Solche Erfahrungen können das Vertrauen in die ersten Beziehungen stark beeinträchtigen und Verlustängste fördern. Auch das Alleinsein kann wiederholt in Einem Panik auslösen, die man schon sehr früh erfahren hat, wenn man dem als Kind dem Ausgesetzt war.

    Die Instabile Beziehungen

    Mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung neigt man in romantischen Beziehungen oder platonischen Freundschaften dazu, sein erlerntes Bindungsmuster dauernd zu wiederholen. Das Bindungsmuster wirkt sich nicht nur negativ auf das Umfeld, sondern auch auf unser Handeln und unsere Reaktionen aus.

    Das Schwarz-Weiß denken einer Person, in romantischen Beziehungen, erschwert es zudem, auch aus diesem Rad auszubrechen und Erfahrungen neu zu erleben. Sowie das Nähe-Distanz-Verhalten kann für einen Angehörigen sehr verwirrend sein.

    Der Selbstwert

    Menschen, die an einer Borderline Persönlichkeitsstörung erkrankt sind, kämpfen phasenweise mit ihrem Selbstbild, das oft gestört oder verzerrt wahrgenommen wird. Sie sehen sich selbst als “schlecht”, unzulänglich oder schuldig an. Dies erschwert es, die Angst des Verlassenwerdens erfolgreich zu besiegen. Es ist gut vergleichbar mit einer Sisyphusarbeit.

    Die Auswirkungen auf das tägliche Leben können erheblich sein.

    Zwischenmenschlichen Konflikte

    Verlustangst bedeutet für einen erkrankten Menschen, ständig zu befürchten oder darauf zu warten, jederzeit verlassen zu werden.

    Für manche kann es sich wie Todesangst anfühlen, für manche als würden sie ihren inneren Halt verlieren und für andere komplett isoliert dazustehen. Um dies zu vermeiden, beginnen sie ihre eigenen Bedürfnisse zu ignorieren, krampfhaft Harmonie herzustellen, Konflikte aus dem Weg zu gehen, wollen am liebsten 24/7 mit ihrem Partner verbringen,beginnen zu klammern, werden Eifersüchtig, beginnen zu Kontrollieren oder hören auf ,ihrem gegenüber, Authentisch zu sein.

    Mit einher geht das Kämpfen um Zuneigung, sich ungeliebt fühlen, es Allen recht machen wollen, nur Bedürfnisse der Bezugsperson zu erfüllen, sich bemühen keine Fehler zu machen, die sonst mit Liebesentzug bestraft werden. Diese Angst kann nur sehr schwer ausgehalten werden und führt deshalb zu extremen Anspannung, Stimmungsschwankungen, Wut, impulsiven Verhalten und auch zu Selbstverletzung.

    Durch diese Handlungen kann es Freunden und Angehörigen schnell zu viel werden, die dann in den meisten Fällen mit Rückzug reagieren und die Verlustangst dadurch noch mal unbewusst fördern.

    Selbstverletzendes Verhalten

    Diese Anspannung kann auch schnell ins Extrem kippen.

    Das Gefühl der Überwältigung oder intensiver Angst können dafür sorgen, dass man es in Form der Selbstverletzung rauslässt, um sich für den Moment Erleichterung zu verschaffen. Für einige Menschen ist es ein Schrei nach Aufmerksamkeit oder nach Hilfe. Auch das Androhen davon kann ein Hilfeschrei sein.

    Selbstisolation/Sozialisolation

    In solchen Schüben empfinden Betroffene Furcht der Ablehnung von außerhalb. Sie reagieren stark mit Rückzug vor der Außenwelt, Familie und Freunden. Sie sagen Termine ab, brechen Kontakte ab, gehen auf keine Veranstaltungen, um nicht von Anderen bewertet oder abgelehnt zu werden.

    Sie fürchten sich vor der Abwertung anderer Menschen und gehen in die Vermeidung, die so aussehen kann:

    Sie beginnen, geliebten und nahestehenden Menschen zu misstrauen, kämpfen innerlich gegen extreme Emotionen und Schwankungen, vermeiden Menschenmengen oder generell soziale Kontakte. Selbst Einkaufen kann sich dann anfühlen wie ein Spießrutenlauf.


    Die Bewältigungsstrategien

    Zum Glück sind wir in der heutigen Zeit schon so weit gekommen, dass es einige Möglichkeiten gibt, die uns helfen können, damit umzugehen.

    Die Therapie

    Ganz klassisch gibt es die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), die helfen kann, eine emotionale Regulation zu erlernen und einige Bewältigungsmechanismen.

    Danach besteht die Möglichkeit zur Schematherapie, wo die kindlichen Bedürfnisse (Verbindung, Gegenseitigkeit, Reziprozität, Fluss und Autonomie) im Vordergrund stehen.

    Für die Selbstfürsorge gibt es zum Beispiel Selbsthilfegruppen oder Foren im Internet, die zur Information und Austausch dienen.

    Sie können in schmerzvollen Momenten entlastend sein, da man das Gefühl hat, nicht allein mit seinem Paket zu sein. Im Austausch mit Gleichgesinnten kann man auch Neues erlernen, einfach auf ein offenes Ohr treffen, gute Ratschläge erhalten oder einfach nur in Gesellschaft sein.

    Die Kommunikation

    In Beziehungen und Freundschaften ist es das A und O ,miteinander zu kommunizieren. “Man kann nicht nicht kommunizieren!"

    Eine offene, ehrliche und dennoch eine Rücksichtsvolle Kommunikation zum Erkrankten ist das Entscheidende! Dies dient dazu, Missverständnisse zu vermeiden und einen Safe Space zu schaffen, in dem jeder sich Wohlfühlen kann.

    Klare Kommunikation seiner Grenzen und Bedürfnisse fördern eine Basis mit Vertrauen, Wertschätzung und Respekt.

    Die Skill-Truhe

    Die Skill-Truhe beinhaltet für zu Hause und unterwegs verschiedene Utensilien, um sich selbst aufzufangen. Wichtig dabei ist, sich selbst kennenzulernen, was kann mir helfen, wie beuge ich Verlustangst vor und wie kann ich mich in akuten Stresssituationen selbst versorgen, ohne mir zu schaden.

    Der Körper und unser Nervensystem sind unsere persönliche Alarmanlage. Bevor wir überhaupt etwas merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, signalisiert es unser Körper als Erstes.

    Solche Körpersignale können zum Beispiel sein: Verkrampfen, Zittern, Verspannungen(Muskeln, Kiefer), Besorgnis, Panikattacken, schlechter Schlaf, Dissoziation, Physischer Schmerz wie Kopfschmerzen und Magenschmerzen;

    Wenn man ein Signal wahrnimmt, kann es helfen, verschiedene Sachen auszuprobieren.

    Für den Reiz:

    Eiswürfel, Kalt duschen, Schärfe von zum Beispiel Chilis oder Chili-Bonbons, saure Zitrone oder Zitronensaft, Brausetabletten, Aromas, Massage Bälle oder Ringe für Hände und Füße, Ammoniak Stäbchen, Bedarfsmedikation;

    Für den Körper:

    Atemtechniken (bis 3 beim einatmen und bis 4 beim Ausatmen zählen), Klopfübungen, diverse Muskelpartien anspannen und lockerlassen, Meditieren, Mantras, Achtsamkeitsübungen, Tresorübungen (Imagination);


    Zum Schluss

    Verlassensängste sind ein komplexer und herausfordernder Bereich der Borderline Persönlichkeitsstörung. Sie können Betroffene stark einnehmen und das Leben und die Beziehungen stark beeinflussen.

    Mit den richtigen Unterstützern und den richtigen Strategien kann es sehr wohl gelingen, die Ängste zu bewältigen und neue konstruktive Beziehungen aufzubauen.

    WICHTIG, Jeder Mensch hat sein Tempo und braucht seine Zeit, um zur Veränderung zu gelangen. Schritt für Schritt, in die Selbstakzeptanz und die emotionale Stabilität.

    SEI ERMUTIGT - DU SCHAFFST DAS!


    Interessantes Wissen

    In der heutigen Zeit kann man durch PET-Aufnahmen (Positronen-Emissions-Tomographie) die Angst vor dem Verlassenwerden im Gehirn messen.

    Zum Beispiel kann man bei Frauen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung nachweisen, dass es in bestimmten Gehirnbereichen zur Änderung des Blutflusses kommt, wenn sie an Erinnerungen des Verlassenwerdens ausgesetzt sind.

    Die Amygdala und die Hippocampusregion weisen Veränderungen in Angst und Stresssituationen auf.

    Vor allem bei Borderline Erkrankten fällt die Amygdala vergleichsweise kleiner aus und ist leicht übererregbar.

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