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Dissoziation und Derealisation: Was passiert da und was hilft?

  • Shalin
  • 25. September 2026 um 04:29
  • 61 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
Plötzlich wirkt alles fremd, flach und weit weg – als würdest du dein eigenes Leben nur noch durch eine Scheibe beobachten. Dissoziation und Derealisation gehören für viele Menschen mit Borderline, PTBS oder starker Anspannung zum Alltag, werden aber selten offen angesprochen. Hier erfährst du, was dahintersteckt und wie du Schritt für Schritt wieder bei dir ankommst.
Lesezeit: 13 Minuten
🔄 Zuletzt aktualisiert: September 2026 – Wir haben alle Abschnitte durchgesehen und die Quellen mit aktuellen Übersichtsarbeiten und Leitlinien abgeglichen.

Wenn es dir gerade nicht gut geht: Du musst da nicht allein durch. Auf unserer Notfall- und Krisenseite findest du Anlaufstellen, die sofort erreichbar sind.

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos für dich da: 0800 111 0 111.

Dissoziation fühlt sich für viele Betroffene an, als würde jemand zwischen dir und der Welt eine Glasscheibe einziehen, und die Derealisation lässt deine Umgebung plötzlich fremd, flach oder wie im Film erscheinen. In diesem Artikel erfährst du, was dabei in dir passiert, warum das gerade bei Borderline, PTBS und hoher Anspannung so häufig vorkommt und was dir ganz praktisch helfen kann, wieder im Hier und Jetzt anzukommen.

📌 Auf einen Blick

  • Dissoziation ist eine Schutzreaktion des Gehirns auf Überforderung – kein Zeichen dafür, dass du „verrückt" wirst.
  • Derealisation betrifft die Wahrnehmung der Umwelt, Depersonalisation das Erleben des eigenen Körpers und Ichs.
  • Bei Borderline tritt Dissoziation vor allem unter starkem Stress auf und gehört zu den offiziellen Diagnosekriterien.
  • Körperbezogene Skills, das Wissen um die eigene Spannungskurve und Psychotherapie helfen nachweislich weiter.
📋 Inhaltsverzeichnis ▼
  1. Was ist Dissoziation? Derealisation und Depersonalisation einfach erklärt
  2. Dissoziation bei Borderline: Ursachen und Hintergründe
  3. Dissoziation – was hilft? Skills und Strategien für den Alltag
  4. Professionelle Hilfe bei Dissoziation: Diagnostik und Therapie
  5. Häufige Fragen aus der Community
  6. Quellenangaben

Was ist Dissoziation? Derealisation und Depersonalisation einfach erklärt

Das Wort Dissoziation bedeutet so viel wie „Trennung". Normalerweise arbeiten Wahrnehmung, Gefühle, Erinnerungen, Körperempfinden und das Gefühl für dich selbst wie ein eingespieltes Team zusammen. Bei einer Dissoziation rutschen diese Bereiche vorübergehend auseinander. Das diagnostische Handbuch DSM beschreibt Dissoziation genau so: als Unterbrechung im normalerweise zusammenhängenden Erleben von Identität, Bewusstsein, Gedächtnis, Wahrnehmung, Emotion und Körper[1]. Kurze, leichte Formen kennt fast jeder – etwa wenn du eine vertraute Strecke fährst und dich hinterher an kein einziges Detail erinnerst.

Derealisation: Wenn die Welt wie hinter Glas wirkt

Bei der Derealisation verändert sich dein Blick auf die Umgebung. Räume wirken flach, Farben blass, Geräusche weit weg, Menschen wie Statisten in einem Film. Manche beschreiben, dass sie alles wie durch Nebel oder durch eine Scheibe sehen, obwohl die Augen völlig in Ordnung sind. Die deutsche Fachleitlinie zum Depersonalisations-Derealisationssyndrom schildert, dass Betroffene deshalb manchmal fürchten, etwas stimme mit ihren Augen nicht, oder sogar an einen Hirntumor denken[2]. Diese Angst ist verständlich, doch in aller Regel steckt eine psychische Schutzreaktion dahinter.

Depersonalisation: Wenn du dir selbst fremd wirst

Depersonalisation richtet sich nach innen. Deine Hände sehen aus, als gehörten sie jemand anderem, deine Stimme klingt fremd, oder du beobachtest dich wie von außen, während du handelst. Viele spüren ihren Körper kaum noch, fühlen sich taub oder „wie ein Roboter". Derealisation und Depersonalisation treten oft gemeinsam auf und lassen sich im Alltag nicht immer sauber trennen. Wichtig zu wissen: Beides kann Minuten, Stunden oder länger anhalten und schwankt in seiner Stärke.

Werde ich verrückt? Der Unterschied zur Psychose

Die Angst, den Verstand zu verlieren, gehört für viele zum Schlimmsten an der Dissoziation. Hier hilft ein zentraler Punkt: Bei Derealisation und Depersonalisation bleibt die sogenannte Realitätsprüfung erhalten. Du weißt, dass sich die Welt nur fremd anfühlt, aber nicht wirklich verändert ist – genau dieses Wissen macht den Zustand so quälend[2]. Bei einer Psychose dagegen werden veränderte Wahrnehmungen als real erlebt. Dass du dich fragst, ob mit dir etwas nicht stimmt, spricht also eher für eine Dissoziation als für eine Psychose.

Gut zu wissen: Mehr Beispiele aus dem Alltag findest du in unserem Artikel Dissoziation im Alltag: Was passiert da in meinem Kopf?

Dissoziation bei Borderline: Ursachen und Hintergründe

Dissoziation ist kein Borderline-Symptom im engen Sinn, sondern tritt bei vielen psychischen Belastungen auf – etwa bei PTBS, Angststörungen oder Depression. Bei Borderline hat sie aber einen festen Platz: Vorübergehende, stressabhängige dissoziative Zustände sind seit dem DSM-IV eines der offiziellen Diagnosekriterien[1]. Eine Übersichtsarbeit aus der Arbeitsgruppe um Christian Schmahl am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit beschreibt die stressbezogene Dissoziation als Kernsymptom, das eng mit Emotionsregulation, Identitätsproblemen und Beziehungsschwierigkeiten verknüpft ist[3].

Stress-assoziierte Dissoziation: Die Notbremse des Gehirns

Stell dir vor, deine innere Anspannung steigt immer weiter – nach einem Streit, einer Kränkung oder einem Trigger. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem das Nervensystem die Gefühle nicht mehr verarbeiten kann. Dann zieht das Gehirn gewissermaßen die Notbremse: Es dämpft Gefühle und Körperempfindungen, und die Welt rückt auf Abstand. Forschende gehen davon aus, dass dabei Hirnregionen, die Emotionen regulieren, die Verarbeitung von Gefühlen und Schmerz stark herunterfahren[3]. Kurzfristig schützt das vor Überflutung. Langfristig kostet es dich aber Verbindung – zu dir, zu anderen und zu dem, was du gerade lernen könntest.

Dissoziation und Trauma: Frühe Erfahrungen, PTBS und kPTBS

Viele Menschen, die häufig dissoziieren, haben früh oder wiederholt Situationen erlebt, denen sie nicht entkommen konnten. Wenn Flucht und Gegenwehr unmöglich sind, bleibt dem Organismus nur noch das innere „Wegschalten". Was damals ein sinnvoller Überlebensmechanismus war, springt später oft auch in Situationen an, die objektiv gar nicht gefährlich sind. Die Forschung verbindet stärkere Dissoziation bei Borderline unter anderem mit ängstlichen Bindungsmustern, erhöhtem Stresserleben und veränderten Stressreaktionen[4]. Wenn du zusätzlich mit Traumafolgen lebst, lohnt sich auch ein Blick in unseren Artikel über komplexe PTBS.

Warum du Dissoziation ernst nehmen solltest

Dissoziation wirkt nach außen oft unauffällig – du bist ja „nur still" oder „etwas abwesend". Eine große systematische Übersichtsarbeit zeigt jedoch, dass ausgeprägte Dissoziation bei Borderline mit schwereren Symptomen, mehr Selbstverletzung und einem schlechteren Ansprechen auf Psychotherapie zusammenhängt[4]. Dieselbe Arbeit beschreibt ein verändertes Schmerzempfinden und Probleme mit Arbeitsgedächtnis und Konzentration. Das erklärt, warum du in solchen Phasen Gesprächen schlecht folgen kannst oder dich hinterher an Teile einer Therapiestunde nicht erinnerst. Es liegt nicht an mangelndem Willen, sondern an einem Zustand, der sich gezielt behandeln lässt.

Achte auf dich: Wenn du merkst, dass Dissoziation bei dir oft mit dem Drang einhergeht, dir wehzutun, sprich das in deiner Behandlung offen an. Du findest dazu auch Unterstützung auf unserer Notfall- und Krisenseite.

Dissoziation – was hilft? Skills und Strategien für den Alltag

Die gute Nachricht zuerst: Dissoziation ist kein Schicksal, dem du hilflos ausgeliefert bist. Die deutsche S3-Leitlinie zur Borderline-Persönlichkeitsstörung empfiehlt störungsspezifische Psychotherapien wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), in der der Umgang mit Anspannung und Dissoziation gezielt trainiert wird[5]. Vieles davon kannst du schon jetzt im Alltag ausprobieren. Die folgenden Strategien stammen aus der DBT-Praxis und aus den Erfahrungen vieler Betroffener – nicht jede passt für jeden, und das ist völlig in Ordnung.

Die eigene Spannungskurve kennenlernen

Dissoziation kommt selten aus heiterem Himmel. Meist steigt die Anspannung vorher langsam an, und erst bei einem hohen Wert kippt das Erleben. Hilfreich ist deshalb, deine Anspannung ein paar Tage lang auf einer Skala von 0 bis 100 zu notieren – morgens, mittags, abends und nach auffälligen Situationen. So erkennst du, ab welchem Wert du anfängst, „wegzudriften", und welche Situationen dich dorthin bringen. Je früher du gegensteuerst, desto leichter fällt es. Bei 40 reicht oft ein Gespräch oder ein Spaziergang, bei 80 brauchst du deutlich kräftigere Mittel.

Skills gegen Dissoziation: Den Körper zurückholen

Weil Dissoziation die Verbindung zum Körper dämpft, setzen viele Skills genau dort an. Das Ziel ist, deinem Nervensystem deutlich zu zeigen: Du bist hier, jetzt, und in diesem Moment in Sicherheit. Bewährt haben sich zum Beispiel:

  • Die 5-4-3-2-1-Übung: Benenne laut fünf Dinge, die du siehst, vier, die du hörst, drei, die du spürst, zwei, die du riechst, und eins, das du schmeckst.
  • Bewegung: Stampfe fest mit den Füßen auf, geh zügig durch den Raum, balanciere auf einem Bein oder wirf dir einen Ball von einer Hand in die andere.
  • Starke, angenehme Reize: Ein kräftiger Duft wie Pfefferminzöl, ein Igelball zum Kneten oder ein strukturierter Gegenstand in der Hosentasche.
  • Den Kopf beschäftigen: In Siebenerschritten rückwärts zählen, Städte nach Alphabet aufzählen oder Farben im Raum benennen.
  • Orientierung aussprechen: „Ich heiße …, heute ist Dienstag, ich sitze in meiner Küche, ich bin sicher."

Pack dir am besten eine kleine Notfallbox oder -tasche mit deinen persönlichen Hilfsmitteln, solange es dir gut geht. Im dissoziierten Zustand fällt dir sonst oft nicht mehr ein, was eigentlich hilft. Wie du Skills allgemein auswählst und einsetzt, erklären wir ausführlich im Artikel Was sind Skills und wann werden sie eingesetzt?

„Am Anfang habe ich die Übungen nur mechanisch gemacht und dachte, das bringt nichts. Heute merke ich schon nach der zweiten Runde 5-4-3-2-1, dass der Nebel dünner wird. Es hat einfach Übung gebraucht." – Erfahrung aus unserer Community

Vorbeugen im Alltag: Schlaf, Struktur und Achtsamkeit

Wer übermüdet, hungrig oder dauerhaft gestresst ist, rutscht schneller in die Dissoziation. Ein halbwegs regelmäßiger Schlafrhythmus, feste Mahlzeiten und kleine Pausen im Tag senken dein Grundniveau an Anspannung. Auch Alkohol und Drogen können dissoziative Zustände verstärken oder auslösen. Regelmäßige, kurze Achtsamkeitsübungen trainieren außerdem deine Fähigkeit, im Moment zu bleiben. Das wirkt nicht über Nacht, aber über Wochen merken viele einen deutlichen Unterschied.

Was Angehörige in einer dissoziativen Phase tun können

Für Partner, Freunde und Familie ist es oft beängstigend, wenn jemand plötzlich „nicht mehr da" wirkt. Hilfreich ist eine ruhige, klare Stimme, die den Namen der Person nennt und einfache Fragen stellt: „Kannst du mich hören? Kannst du deine Füße auf dem Boden spüren?" Fass die Person nicht ungefragt an, denn Berührung kann in diesem Zustand erschrecken. Sprecht am besten in einer ruhigen Phase vorher ab, was im Ernstfall hilft und was nicht. So wird aus Hilflosigkeit ein gemeinsamer Plan.

Professionelle Hilfe bei Dissoziation: Diagnostik und Therapie

Selbsthilfe ist wertvoll, ersetzt aber keine Behandlung, wenn Dissoziation deinen Alltag stark einschränkt. Viele Betroffene sprechen das Thema in der Therapie nie direkt an, weil sie es nicht in Worte fassen können oder Angst haben, nicht ernst genommen zu werden. Dabei ist genau das der erste Schritt. Du kannst zum Beispiel sagen: „Manchmal fühlt sich alles unwirklich an, als würde ich nur zuschauen."

Derealisation Symptome abklären lassen

Wenn Derealisation-Symptome neu, sehr stark oder ungewöhnlich sind, sollten körperliche Ursachen ausgeschlossen werden. Die Fachleitlinie nennt neben dem Gespräch strukturierte Fragebögen und Interviews, mit denen sich Art und Ausmaß der Dissoziation einschätzen lassen[2]. Häufig verwendet wird zum Beispiel die Dissociative Experiences Scale (DES). Wichtig ist auch, zwischen kurzen, stressgebundenen Zuständen und einer dauerhaften Neigung zur Dissoziation zu unterscheiden. Eine Studie mit jungen Menschen mit Borderline zeigt, dass diese beiden Formen verschiedene Dinge über den Schweregrad aussagen können[1].

Therapie: DBT, Traumatherapie und Medikamente

Psychotherapie ist bei Borderline die Behandlung erster Wahl. Die S3-Leitlinie nennt dafür unter anderem DBT, Schematherapie, Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) und Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP)[5]. Liegt zusätzlich eine PTBS vor, kann eine traumafokussierte Behandlung sinnvoll sein – meist erst, wenn ausreichend Stabilität aufgebaut ist. Medikamente sind nach der Leitlinie keine Hauptbehandlung der Borderline-Störung, und ein speziell gegen Dissoziation zugelassenes Mittel gibt es nicht[5]. Wenn begleitend eine Depression oder Angststörung behandelt wird, kann sich das jedoch indirekt auch auf dissoziative Beschwerden auswirken.

Ausblick: Dissoziation kann weniger werden

Vielleicht die wichtigste Botschaft dieses Artikels: Es wird besser. Eine Langzeitstudie hat Menschen mit Borderline über zehn Jahre begleitet und festgestellt, dass die Schwere der Dissoziation deutlich abnahm – auch bei Personen, die anfangs sehr stark betroffen waren[6]. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen mit anfangs hohen Werten blieb Dissoziation allerdings ein wiederkehrendes Thema. Das zeigt zweierlei: Veränderung ist realistisch, und gleichzeitig lohnt es sich, gezielt an diesem Symptom zu arbeiten, statt darauf zu warten, dass es von allein verschwindet.


Häufige Fragen aus der Community

„Ich hab Angst, dass ich irgendwann nicht mehr zurückkomme."

Diese Angst kennen sehr viele von uns, und sie ist absolut nachvollziehbar. Dissoziative Zustände sind jedoch vorübergehend, auch wenn sie sich endlos anfühlen. Dass sie mit der Zeit seltener und schwächer werden können, zeigt auch die Forschung[6]. Je mehr Skills du übst, desto sicherer wird der Weg zurück.

„Ist das echt Dissoziation oder bin ich einfach nur müde und abgelenkt?"

Die Grenze ist fließend, und niemand erwartet, dass du das allein sauber sortierst. Ein Hinweis ist, ob die Zustände nach starker Anspannung auftreten, dich belasten oder Erinnerungslücken hinterlassen. Nimm dein Erleben ernst und sprich es in der Therapie oder bei deiner Ärztin an – dafür musst du dir nicht erst hundertprozentig sicher sein[2].

„Mir hilft keiner der Skills. Mache ich was falsch?"

Nein. Skills wirken selten beim ersten Mal und fast nie bei jedem gleich. Oft liegt es daran, dass die Anspannung schon zu hoch ist oder der Skill nicht zu deinem Körper passt. Probier verschiedene aus, übe sie in ruhigen Momenten und hol dir Unterstützung in einer DBT-Gruppe oder hier im Forum.

Quellenangaben

Studien, Übersichtsarbeiten und Leitlinien

  1. Salmon AP, Nicol K, Kaess M, Jovev M, Betts JK, Chanen AM (2023): Associations of state or trait dissociation with severity of psychopathology in young people with borderline personality disorder. Borderline Personality Disorder and Emotion Dysregulation 10:20. PMC10258942
  2. AWMF (2014): S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung des Depersonalisations-Derealisationssyndroms, Reg.-Nr. 051-030 (Stand 09/2014, in Überarbeitung). register.awmf.org
  3. Krause-Utz A, Frost R, Chatzaki E, Winter D, Schmahl C, Elzinga BM (2021): Dissociation in Borderline Personality Disorder: Recent Experimental, Neurobiological Studies, and Implications for Future Research and Treatment. Current Psychiatry Reports 23(6):37. PMC8081699
  4. Al-Shamali HF, Winkler O, Talarico F et al. (2022): A systematic scoping review of dissociation in borderline personality disorder and implications for research and clinical practice: Exploring the fog. Australian & New Zealand Journal of Psychiatry 56(10):1252–1264. PMC9511244
  5. AWMF / DGPPN: S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung, AWMF-Reg.-Nr. 038-015. register.awmf.org
  6. Zanarini MC, Frankenburg FR et al.: The course of dissociation for patients with borderline personality disorder and axis II comparison subjects: a 10-year follow-up study. PMC3876894

Fazit: Dissoziation und Derealisation sind keine Zeichen von Schwäche oder Wahnsinn, sondern eine Schutzreaktion, die irgendwann gelernt wurde und heute oft mehr schadet als schützt. Wenn du deine Spannungskurve kennst, passende Skills übst und dir professionelle Unterstützung holst, kannst du Schritt für Schritt wieder mehr Kontrolle gewinnen.

💬 Wie ist das bei dir? Woran merkst du, dass du anfängst zu dissoziieren – und was hilft dir, wieder im Hier und Jetzt anzukommen? Teile deine Erfahrungen gern mit uns im Forum.

Redaktionelle Angaben

Hinweise zur KI-Unterstützung

  • Das Beitragsbild wurde KI-generiert.
  • Zur Arbeitsweise: Recherche, Quellenauswahl und inhaltliche Verantwortung liegen bei Shalin. Bei Strukturierung und Formulierung wurde KI unterstützend eingesetzt; jede fachliche Aussage wurde anhand der angegebenen Quellen geprüft.

Über den Autor

Hey, ich bin Shalin, 1982 geboren, komme aus Niedersachsen und bin seit 2004 in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung. Seit 2005 steht die Diagnose „emotionale instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typus“ bei mir. Tagsüber besuche ich eine Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen, ansonsten verbringe ich meine Zeit gerne am Computer und im Internet, treffe mich mit Freunden oder genieße die Zweisamkeit mit meiner Partnerin. Ich telefoniere gerne, schaue DVDs und höre Musik.

Schon seit Jahren beschäftige ich mich auf unterschiedliche Weise mit dem Krankheitsbild. Informiert bin ich nicht nur durch persönliche Erfahrungen und Psychoedukation, sondern auch durch den direkten Kontakt mit anderen Betroffenen. Außerdem recherchiere ich im Internet und lese Fachliteratur. Ich freue mich darauf, mein Wissen zu erweitern, Erfahrungen zu teilen und interessante Gespräche zu führen!

Ich habe das Forum im Jahr 2021 gegründet, um Menschen mit Borderline sowie ihren Angehörigen einen geschützten Ort für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Vernetzung zu bieten. Mein Ziel ist es, ihnen dabei zu helfen, besser mit der Erkrankung umzugehen und sich auf ihrem persönlichen Weg begleitet zu fühlen.

Schreibt mich gerne an. :)

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